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Indien: Eine Million Bankangestellte im Streik

 
Meldung vom 23.08.2012

Ausländische Investoren bereiten den indischen Banken Sorgen, besonders wenn die Regierung ihnen mehr Einfluss verschaffen will. Jetzt sind Indiens Bankangestellte gegen geplante Reformen, die internationalen Geldgebern mehr Handlungsspielraum ermöglichen, in den Streik gezogen. Sollte die Regierung nicht auf die Forderungen eingehen, wollen die Gewerkschaften ihre Proteste verstärken.

Rund eine Million indische Bankangestellte haben sich zu einem landesweiten zweitägigen Streik vereinigt. Damit demonstrieren sie gegen geplante Reformen im Bankensektor, die privaten Investoren mehr Einfluss in der Branche verschaffen sollen und damit Übernahmen vereinfachen könnten. Der Streik bezieht sich vor allem auf staatliche Banken, die in Indien knapp 70 Prozent der gesamten Branche ausmachen.

Das Parlament wird sich aller Vorasusicht nach für eine Neuregelung der Beteiligung von ausländischen Investoren entscheiden. Die Stimmrechte von Anteilseignern bei Privatbanken sollen von zehn auf 26 Prozent vergrößert werden. Ob auch das Beteiligungs-Limit an öffentlichen indischen Banken von bislang 20 Prozent erhöht wird, steht noch nicht fest.

Mehrere internationale Finanzkonzerne sollen sich bereits darauf vorbereitet haben, ihre Präsenz in Indien, der drittgrößten asiatischen Wirtschaftsmacht, durch die Übernahme kleinerer Banken auszubauen. Bei der Liberalisierung wichtiger Wirtschaftszweige wie dem Bankensektor, dem Handel und der Versicherungsbranche gibt es in Indien erhebliche Vorbehalte.

„Die Gewerkschaften fürchten sich vor dem Wachsen des privaten Einflusses im Bankensektor“, erklärt D.H. Pai Panandiker, der Vorsitzende des Think Tanks RPG Foundation aus Neu-Delhi: „Sie glauben, dass die Reformen zu einer Schwächung der Gewerkschaften und später zum Arbeitsplatzabbau führen.“

In vielen Städten hatten die Banken geschlossen, Bankangestellte protestierten mit Bannern vor den Filialen. Wegen des Streiks musste der größte Kreditgeber, die State Bank of India, seine Geschäfte zunächst einstellen. Selbst im Finanzzentrum von Neu-Delhi nahmen offenbar nur wenige Angestellte ihre Arbeit auf. Besonders heftig vollzog sich der Protest in Kalkutta, wo nahezu keine Bank öffnete. Der Vize-Präsident der Gewerkschaft All India Bank Employees Association, J. P. Sharma, warnte: „Sollte die Regierung nicht nachgeben, werden wir unseren Widerstand intensivieren.“


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Indien: Eine Million Bankangestellte streiken




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Indien, Banken, Bank, Reformen, Bankensektor, Streik, Bankangestellte, Investoren, Ausländische Investoren, Regierung, Übernahme, Stimmrechte, State Bank of India, Finanzzentrum, Neu-Delhi, Gewerkschaften, Arbeitsplätze