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Südsudan: Jeden Tag 300 neue Flüchtlinge

Meldung vom 24.01.2013

Die Flüchtlingssituation im Südsudan ist immer noch dramatisch. Das UNHCR wird wegen der nicht abreißenden Flüchtlingsströme in den kommenden Wochen ein neues Flüchtlingslager im Südsudan einrichten. Dieses soll im Bundesstaat Unity das bestehende Lager Yida entlasten und dazu beitragen, den Zulauf sudanesischer Flüchtlinge in der Region besser zu bewältigen.

Mit der südsudanesischen Regierung kam man überein, dass das neue Quartier in Ajuong aufgeschlagen werden soll, einem Waldgebiet mit gutem Gelände, wo ausreichend Wasserressourcen und Platz gewährleistet sind. Außerdem hat UNHCR das Versprechen der nationalen Behörden, dass das Gebiet nicht umkämpft ist.

FlüchtlingsvertreterInnen haben das Gelände bereits gemeinsam mit UNHCR inspiziert und konnten dem Standort des neuen Lagers zustimmen. Die dortige Bodenbeschaffenheit ist für eine landwirtschaftliche Nutzung günstig. Auch lokale Gemeinschaften in der Region sind einverstanden mit dem Vorschlag.

Neben Ajuong, das Platz für rund 20.000 Flüchtlinge haben soll, plant UNHCR auch weitere Lager im Bundesstaat Unity im nördlichen Südsudan, in denen bis zu 110.000 Flüchtlinge Obdach finden sollen.

Die ersten Flüchtlinge können voraussichtlich Anfang März 2013 in Ajuong unterkommen. Neuankömmlinge aus Südkordofan im Sudan sollen bei der Aufnahme bevorzugt werden.

Das größte Flüchtlingslager im Südsudan liegt derzeit in Yida. Rund 61.000 Menschen drängen sich derzeit in dem Lager. Vor allem der Standort führt große Probleme mit sich: während der Regenzeit der letzten sechs Monate war das Lager völlig unzugänglich und konnte nicht mehr von Nachschubkonvois erreicht werden. Auch die hygienischen und gesundheitlichen Bedingungen erweisen sich als höchst problematisch.

2.500 Tonnen Nahrungsmittel wurden letztes Jahr vom Welternährungsprogramm (WFP) unter großem finanziellen Aufwand per Flugzeug herbeigebracht. Außerdem wird in der Nähe von Yida in dem Grenzgebiet mit dem Sudan immer noch heftig gekämpft, was zusätzlich auch zu Sicherheitsproblemen führt.

Täglich ziehen rund 300 Flüchtlinge in den Südsudan. Wenn die Situation zwischen Sudan und Südsudan weiterhin von Gewalt und Instabilität gekennzeichnet ist, werden mehr als 60.000 Menschen im Laufe der Trockenzeit in den nächsten fünf bis sechs Monaten erwartet.

Gebende Hände führt regelmäßig Hilfskonvois zu den versprengten Flüchtlingen im Südsudan durch.
Unter großem Sicherheitsrisiko bringen unsere Einsatzleiter Nahrungsmittel, Zelte, Moskitonetze und andere lebensnotwendige Dinge dorthin.


Weiterführende Informationen

 Südsudan: Projektberichte




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „UNHCR“, unhcr.de (Pressemitteilung)

Schlagwörter: Südsudan, Flüchtlinge, Flüchtlingsströme, Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager, UNHCR, Yida, Ajuong, Unity, Grenzregion, Kämpfe, Gewalt, Trockenzeit, Regenzeit, Südkordofan