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Afghanistan: Taliban greifen Polizeiwache in Dschalalabad an

 
Meldung vom 27.03.2013

Mit einer ganzen Gruppe von Selbstmordattentätern haben die Taliban eine Polizeistation in Ostafghanistan attackiert. Dabei kamen fünf Polizisten ums Leben. Trotzdem will Präsident Karzai bald nach Katar reisen, um die Friedensgespräche mit den Radikalislamisten wiederzubeleben.

Dem Attentat fielen auch mehrere der Angreifer zum Opfer. Schon kurz nach dem Beginn des komplexen Überfalls zeigten sich Taliban dafür verantwortlich. Er habe sich gegen „Ausländer und israelische Ausbilder“ gerichtet, die in der Wache afghanische Polizisten gelehrt hätten, erklärte die Gruppe per Telefon und über die diversen Twitter-Accounts.

Der Anschlag wurde nur einen Tag, nachdem Afghanistans Präsident Hamid Karzai und US-Außenminister John Kerry die Taliban erneut zu Gesprächen eingeladen haben, verübt. Er demonstriert erneut, dass die angekündigten Verhandlungen angespannt werden dürften. Nach dem Treffen mit Kerry hatte Präsident Karzai mitgeteilt, seine Regierung sei schon jetzt mit einzelnen Führern der Taliban im Gespräch. Karzai gab sich zuversichtlich, dass die Radikalislamisten schon bald der Gewalt entsagen wollten.

Der afghanische Präsident will sich in den kommenden Tagen aktiv für weitere Verhandlungen einsetzen. Vermutlich am Samstag (30.03.2013) will er nach Katar fliegen, wo die Taliban eine ständige Vertretung von einigen Vermittlern für Gespräche mit der US-Regierung eingerichtet haben. Bisher stand Karzai diesen Gesprächen skeptisch gegenüber, da er selber mögliche Friedensverhandlungen führen wollte. Die Taliban hingegen stellten klar, dass sie an Treffen mit der afghanischen Regierung keinerlei Interesse haben.

Zu einem echten Durchbruch dürfte Karzais Anwesenheit in Doha nicht führen, er wird sich dort lediglich mit Regierungsvertretern von Katar und nicht mit Taliban-Vertretern austauschen. Der Besuch hat eher symbolischen Charakter: Zum einen zeigt Karzai, dass er nunmehr die lange verzögerten Gespräche in Katar zumindest billigt, gleichzeitig soll das jahrelange Schweigen zwischen der afghanischen und der Regierung in Doha beendet werden.

Auch wenn sich Karzai und Kerry am Montag (25.03.2013) beim Thema Friedensgespräche sehr hoffnungsvoll gaben, gibt es noch viele Hindernisse. So verlangen die Taliban als Zeichen des guten Willens von den USA die Freilassung von fünf gefangenen Kommandeuren der Gruppe – das aber misslang bisher stets wegen eines Vetos des US-Kongresses. Diese Haltung dürfte auch nach der US-Wahl die gleiche geblieben sein. Auf entsprechende Fragen verweigerten sowohl Kerry als auch Karzai am Montagabend eine klare Aussage.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Afghanistan, Attentat, Anschlag, Selbstmordattentat, Polizei, Polizeistation, Dschalalabad, Hamid Karzai, Verhandlung, Katar, Qatar, Doha, Taliban, John Kerry