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Somalia: Flüchtlinge in Massen gepeinigt und ausgebeutet

Meldung vom 28.03.2013

Der Krieg hat sie in die Flucht getrieben, aber sie landen in einer Welt, die nicht weniger gefährlich ist: Flüchtlinge in Somalia fristen ein Dasein unter teilweise menschenunwürdigen Umständen, berichten Entwicklungshelfer. Eine Vertriebene gibt zu, sie wolle sich lieber wieder den Gefahren des Krieges aussetzen als denen des Lagers oder der Stadt Mogadischu – doch sie darf nicht zurück.

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu müssen nach Angaben von Menschenrechtlern einheimische Flüchtlinge tagtäglich Vergewaltigungen und Misshandlungen über sich ergehen lassen. „Statt der erhofften Zuflucht vor Hunger und Kämpfen fanden viele Vertriebene in Mogadischu nur Feindseligkeit und Missbrauch“, berichtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Mitglieder von Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen würden die Flüchtlinge schlagen, vergewaltigen und auf andere Weise quälen.

Die Flut der Vorfälle habe mit der Hungerkatastrophe Mitte 2011 angefangen und sei vor allem 2012 sprunghaft angestiegen. Die Leiter der Flüchtlingslager würden dabei als sogenannte Torwächter ihre Macht systematisch ausnutzen und sich ihre Opfer unter den schutzlosen Flüchtlingen aussuchen.

„Viele Opfer sexueller Gewalt melden die Fälle nicht, weil sie Rache ihrer Peiniger befürchten, die Schande nicht ertragen oder kaum Vertrauen in die Justiz haben.“ Der Vater einer jungen Frau, die Berichten nach von vier Soldaten vergewaltigt worden war, gab zu: „Wir sind nicht zu den Behörden gegangen, weil der Aufseher uns während der Vergewaltigungen bedroht hat. Wie kann ich jemandem hier trauen? Wir müssen schweigen.“

Der Bericht basiert auf Interviews mit 70 Flüchtlingen. Den Vertriebenen werde Nahrung und Obdach unterschlagen und die einzelnen Stammesgruppen würden unterdrückt. Schläge und andere Gewalt gehörten zum Alltag. Eine Aufseherin zwinge die Flüchtlinge zum Dableiben, weil sie sie weiter ausbeuten wolle. Dabei wollten einige Flüchtlinge trotz Hunger und Gewalt lieber in ihre Heimat zurückkehren: „Es gibt nichts schlimmeres als die Lage hier. Wir wollen alle nur noch in ein Auto und zurück in unsere Dörfer. Wenn ich hier vor Hunger sterbe, kann ich genauso gut in meinem Dorf sterben, denn Tod ist Tod.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „n-tv“, n-tv.de

Schlagwörter: Somalia, Flüchtlinge, Lager, Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager, Aufseher, Hungerkatastrophe, Krieg, Gewalt, Vergewaltigung, Menschenrechte, Menschenrechtsorganisation, Mogadischu, Ausbeutung