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Haiti: Flucht über die Anden

Meldung vom 12.04.2013

Auf Haiti sind die Lebensumstände immer noch so unerträglich, dass Tausende von Haitianern auf gefährlichsten Routen die Flucht ergreifen. Auf einem großen Umweg von Haiti über Panama und die Andenländer schlagen sich die Migranten durch ins Amazonas-Tiefland. Die brasilianischen Behörden können die Menge an Flüchtlingen nicht bewältigen.

Die Behörden des brasilianischen Teilstaats Acre haben angesichts einer Welle von Immigranten im Amazonas-Tiefland den humanitären Notstand ausgerufen. Tausend Flüchtlinge zwängen sich unter schlimmen hygienischen Bedingungen bei drückender Hitze in eine überfüllte Lagerhalle in der Kleinstadt Brasileia.

Das Trinkwasser reicht nicht aus, die lokalen Behörden wissen nicht aus noch ein. Sie fordern Unterstützung der Bundesbehörden und machen darauf aufmerksam, dass die Versorgung der mittellosen Ausländer in den letzten zwei Jahren 1,5 Millionen Dollar verschlungen habe.

Die meisten Immigranten in Acre kommen aus Haiti. Seit dem Erdbeben von 2010 wurden hier angeblich 5.000 Haitianer verzeichnet, in den letzten Wochen aber besonders viele. Sie flüchten mit Hilfe von Schleppern auf einem großen Umweg über Panama und dann über die Anden, um so „durch die Hintertür“ nach Brasilien einzureisen. Andere Einwanderer haben den weiten Weg aus afrikanischen und asiatischen Ländern hinter sich, etwa aus Nigeria, Senegal oder Bangladesh.

Die brasilianischen Behörden haben bisher in Brasileia Visa für 100 Ankömmlinge pro Tag ausgestellt, dies mit dem Ziel, den Zustrom zu reglementieren und Menschenhandel vorzubeugen. Jetzt wurden zusätzliche Beamte an den Ort geschickt. Offiziell wird hervorgehoben, man werde Einwanderer weiterhin „mit Respekt“ behandeln. Dazu sei man aufgrund der Tradition des Landes verpflichtet, ließ der brasilianische Justizminister José Eduardo Cardoso mitteilen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Neue Zürcher Zeitung, NZZ Online“, nzz.ch

Schlagwörter: Haiti, Flüchtlinge, Brasilien, Acre, Schlepper, Migranten, Einwanderer, Anden, Panama, Brasileia, Visum, Menschenwürde, Menschenhandel, Erdbeben, Flucht