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Mexiko: Blutbad – Drogenkartelle bringen Dutzende Menschen um

Meldung vom 15.04.2013

Mexiko hat erneut ein blutiges Wochenende erlebt: Drogenkartelle haben in mehreren Bundesstaaten zahlreiche Menschen auf brutale Art und Weise getötet. Unter den Opfern befindet sich offenbar auch der Chef der Verbrecherbande Los Rojos.

Der Drogenkrieg in Mexiko hat am Wochenende (13./14.04.2013) erneut Dutzende Menschenleben gekostet. Im Badeort Cancún entdeckte die Polizei die Leichen von fünf Männern und zwei Frauen, meldet die Onlineausgabe der Zeitung El Universal unter Berufung auf die örtliche Staatsanwaltschaft. Demnach seien die Opfer in Fesseln gewesen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, ein Toter sei enthauptet worden.

Die Opfer waren laut der Staatsanwaltschaft nicht Mitglied bei einem Kartell. Reuters berichtet zudem von einem weiteren Toten in Cancún, den die Polizei geknebelt und gefesselt entdeckte. Erst Mitte März waren in Cancún sieben Menschen bei einem Schussgefecht in einer Bar gestorben. Auch in anderen Teilen des Landes wurden am Wochenende Gewalttaten verzeichnet, die offenbar von Drogenkartellen ausgingen.

Im westlichen Bundesstaat Guerrero exekutierten mutmaßliche Handlanger des Drogen-kartells Tempelritter fünf Menschen. An den Leichen der jungen Männer wurden Folterspuren gefunden. Sie wurden in der Ortschaft Atoyac gefunden. Die Ermittler sahen am Tatort eine Nachricht, auf der stand: „Das wird allen Entführern und Erpressern passieren. Hochachtungsvoll – die Tempelritter.“

Die pseudoreligiöse Bande hat sich von dem Drogenkartell La Familia Michoacana abgespalten. Die Tempelritter geben sich gerne den Anstrich, als Schutztruppe für die Bevölkerung im Westen Mexikos zu fungieren. Doch laut den Behörden ist die Gruppe selbst in zahlreiche Verbrechen involviert und ficht brutale Kämpfe mit rivalisierenden Banden aus.

In Jojutla im Bundesstaat Morelos südlich von Mexiko-Stadt wurde offenbar der mutmaßliche Anführer des Verbrechersyndikats Los Rojos (die Roten) umgebracht. Antonio Román Miranda, genannt La Moña, wurde Medienberichten ebenfalls gefoltert und durch Schüsse getötet. Miranda war bereits im Dezember 2012 von Mitgliedern einer rivalisierenden Bande attackiert und verletzt worden. Sein Vorgänger war von Killern eliminiert worden. Vor allem in den Bundesstaaten Morelos und Guerrero geht die kriminelle Organisation gegen andere Kartelle vor.

In der Stadt Torreón im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila seien an verschiedenen Orten insgesamt zehn Menschen in Schussgefechten ums Leben gekommen, meldete Proceso.

In dem Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen sowie den Sicherheitskräften sind in Mexiko seit 2006 mindestens 70.000 Menschen ermordet worden. In der vergangenen Woche hatte das Innenministerium mitgeteilt, seit dem Amtsantritt von Präsident Enrique Peña Nieto am 1. Dezember sei die Opferzahl im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen um 17 Prozent gesunken. Allerdings kommentierte der Vertreter der UN-Menschenrechtskommissarin in Mexiko dazu, die Abnahme der Gewalt sei nicht auf eine bessere Sicherheitspolitik, sondern auf Abkommen zwischen den Drogenkartellen zurückzuführen.

Die extrem gewalttätige mexikanische Drogenmafia hat sich in der letzten Zeit offenbar zum Ziel gesetzt, auch nach Europa vorzudringen. Laut Europol versuchen die Drogenkartelle, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Mexiko, Drogenkrieg, Drogenkartelle, Opfer, Tote, Morde, Folter, Folterspuren, Cancún, Leichen, Tempelritter, Guerrero, Morelos, Torreón, Coahuila, Schussgefechte, Enrique Peña Nieto, Europol, Europa, UN