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Afghanistan: Taliban entführen 9 Türken nach Notlandung

 
Meldung vom 23.04.2013

Nach der Notlandung eines Hubschraubers in Afghanistan haben Talibankämpfer die Mannschaft der Maschine verschleppt. Die Crew bestand angeblich aus neun türkischen Ingenieuren. Die Taliban behaupten dagegen, Soldaten der US-Armee in ihre Gewalt gebracht zu haben.

Zu den türkischen Staatsangehörigen, zur genauen Zahl und zur Identität der Entführten, gab es allerdings widersprüchliche Angaben. Der Helikopter war am Sonntagabend (21.04.2013) wegen schlechten Wetters in der Provinz Logar südlich der Hauptstadt Kabul zu Boden gegangen. Das bestätigte ein Sprecher der afghanischen Charterfima, deren Eigentum der Hubschrauber ist. Seinen Angaben zufolge waren sieben Türken sowie ein russischer Pilot, ein russischer Flugingenieur und ein afghanischer Kopilot in der Maschine.

Ein Sprecher der Provinzregierung sprach hingegen von sieben Türken, zwei Ukrainern und einem afghanischen Übersetzer an Bord des Hubschraubers. Der Bezirkschef von Asr, wo der Hubschrauber notgelandet war, geht davon aus, dass die Opfer ins Mangal-Tal entführt wurden, das in der Hand der Taliban ist.

Die Taliban gaben hingegen auf ihrer Webseite bekannt, sie hätten elf US-Soldaten aus dem Hubschrauber entführt. Alle Insassen waren in US-Militäruniformen gekleidet und seien „in die sicherste Region des Landes“ überführt worden. Der Hubschrauber sei in Brand gesetzt worden. Die Taliban brüsten sich allerdings häufig mit übertriebenen Angaben zu ihren Aktionen.

Über den Vorfall wurden „intensive Gespräche“ zwischen türkischer und afghanischer Seite geführt, gab das türkische Außenministerium an. Einem türkischen Diplomaten nach war der Hubschrauber in der Stadt Chost im Osten des Landes abgehoben und unterwegs nach Kabul. Die türkischen Insassen hätten in Chost ein Straßenbauprojekt unterstützt.

Das afghanische Innenministerium teilte mit, ein Team von Polizisten sei in die Region entsandt worden. Die NATO-geführte ISAF-Truppe gab an, in den Vorfall seien keine ISAF-Kräfte verwickelt gewesen. Der Hubschrauber wurde zivil genutzt.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Afghanistan, Hubschrauber, Türken, Ingenieure, Taliban, Logar, Mangal-Tal, Asr, Helikopter, Entführung, NATO, ISAF, Chost, Straßenbauprojekt