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Indien: Chinesischer Staatsbesuch leitet neue Ära ein

 
Meldung vom 21.05.2013

Auf seiner ersten Auslandsreise seit seinem Amtsantritt ist Chinas neuer Ministerpräsident Li Keqiang in Indien eingetroffen. Er setzte sich dort für eine verstärkte Kooperation der beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde ein. Er wolle „das gegenseitige Vertrauen stärken, die Zusammenarbeit ausbauen und sich der Zukunft zuwenden“, versicherte Li bei einem Treffen mit Indiens Regierungschef Manmohan Singh. Beide Seiten einigten sich zudem darauf, einen jahrzehntelangen Grenzkonflikt niederzulegen.

Der Wahl von Lis erstem Besuchsziel muss man große symbolische Bedeutung zumessen: Zuletzt war der Grenzkonflikt zwischen den beiden Atommächten wieder aufgelodert, der die bilateralen Beziehungen seit Jahrzehnten beeinträchtigt. Im April 2013 hatte Indien die chinesischen Streitkräfte beschuldigt, fast 20 Kilometer weit in ein von Neu Delhi beanspruchtes Territorium in einer abgelegenen Region im Himalaya-Gebirge vormarschiert zu sein. Daraus entspann sich eine dreiwöchige Konfrontation, bevor beide Seiten schließlich ihre Truppen aus der Grenzregion zurückriefen.

„Weltfrieden [...] kann es ohne strategisches Vertrauen zwischen Indien und China nicht geben“, betonte Li bei seinem Besuch in Neu Delhi. Der Grenzkonflikt sei ein Relikt der Geschichte, das beide Seiten überwinden wollten. Deshalb seien nun die Maßnahmen diskutiert worden, die für eine Lösung der Frage anstünden. Zum Beispiel müssten die „Grenzmechanismen effizienter gestaltet“ werden. Um „Frieden und Ruhe“ in der Grenzregion zu gewährleisten, sollten weiter regelmäßig Gespräche stattfinden, betonte Li.

Singh bestätigte, auf beiden Seiten läge der Wunsch vor, den Streit endgültig beizulegen. Dazu solle eine gemeinsame Arbeitsgruppe gegründet werden. Anvisiert werde ein dauerhaftes Abkommen. Speziell ernannte Vertreter beider Seiten sollten dazu in Kürze zusammentreffen, um ein Abkommen für eine „gerechte und vernünftige Lösung in gegenseitigem Einvernehmen“ zu erarbeiten.

Li, der seit Mitte März 2013 an der Spitze der Regierung in Peking steht, ließ sich während seines Aufenthalts in Indien auf mehrere Gesprächsrunden mit Singh ein. Dabei wurden auch verschiedene Abkommen beispielsweise im Bereich der Landwirtschaft, des Tourismus und des Handels getroffen. Auf Lis Agenda standen auch Treffen mit der Vorsitzenden der regierenden Kongresspartei, Sonia Gandhi, sowie mit Spitzenvertretern der führenden Oppositionspartei Bharatiya Janata.

Während Lis Besuch wurden in Neu Delhi strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Zentrale Verkehrsadern wurden angesichts befürchteter Störungen durch pro-tibetische Demonstranten blockiert. Wie ein AFP-Fotograf berichtete, ergriff die Polizei drei tibetische Demonstranten in der Nähe des Luxushotels Taj Palace, in dem der chinesische Ministerpräsident logierte.

China gilt als Indiens zweitwichtigster Handelspartner, das Handelsvolumen beider Länder belief sich im vergangenen Jahr auf 66,5 Milliarden Dollar (51,8 Milliarden Euro). Bis 2015 will Peking die Grenze von 100 Milliarden Dollar überschreiten. Li wird während seiner Reise noch in Pakistan und der Schweiz Station machen, bevor er am kommenden Sonntag (26.05.2013) in Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Empfang genommen wird.


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 China und Indien: Handelsvolumen steigern




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „AFP“, afp.com

Schlagwörter: Indien, China, Regierungschef, Li Keqiang, Manmohan Singh, Staatsbesuch, Reise, Neu Delhi, Sicherheitsvorkehrungen, Grenze, Grenzkonflikt, Frieden, Streit, Tibet, Himalaya, Himalaya-Gebirge, tibetische Demonstranten, Dalai Lama, Handelspartner, Peking, Wirtschaft, Vertrauen