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Rumänien: Außenminister für Religionsfreiheit nach deutschem Modell

Meldung vom 26.06.2013

Die Regierung in Rumänien will sich für Religionsfreiheit nach deutschem Vorbild stark machen. Dafür sprach sich der rumänische Außenminister Titus Corlatean nach einer sechsstündigen Großen Anhörung des Menschenrechts- und des Rechtsausschusses des rumänischen Parlaments zum Thema Religionsfreiheit aus. Zu dem Thema äußerten sich zudem der Kulturminister Rumäniens Daniel Barbu, sodann der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses Nicolae Paun sowie Vorsitzende anderer Ausschüsse.

Der Direktor des International Institute for Religious Freedom (IIRF), Thomas Schirrmacher, fasste anschließend in einem Vortrag internationale Forschungsergebnisse zur Religionsfreiheit zusammen. Es folgten Voten weiterer Minister und Abgeordneter sowie internationaler Gäste.

Der rumänische Außenminister befürwortete, Religionsfreiheit zu einem Dauerthema der Außenpolitik zu machen. Als Vorbild nannte er Deutschland, wo er gerade Außenminister Guido Westerwelle und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin besucht habe. Es bewirke schon viel, wenn sich jedes Land für die religiösen Belange seiner Bürger im Ausland einsetze. So habe Rumänien sich wiederholt massiv für die Religionsfreiheit der Rumänisch-Orthodoxen Kirche und rumänischer Baptisten in Serbien eingesetzt. Allein dadurch werde Religionsfreiheit zu einem Standard-Thema der Außenpolitik.

Rumänien habe immer schon neben der großen Nationalkirche viele kleine christliche Minderheiten, aber auch Anhänger anderer Religionen, beherbergt, die sich auch vorbildlich in Staat und Gesellschaft engagierten. Corlatean rief die Staaten weltweit dazu auf, in christlichen und anderen religiösen Minderheiten im eigenen Land keine Bedrohung zu sehen, sondern eine Bereicherung und einen Pool engagierter Bürger.

Schirrmacher verwies darauf, dass die Revolution in Rumänien 1989, die zum Sturz des Diktators Nicolae Ceausescu führte, in Timisoara begann, weil die Regierung den gewählten Pfarrer einer reformierten Kirchengemeinde absetzte. Dem Protest einer Gemeinde schlossen sich immer weitere Kirchen und Gruppen an. Religionsfreiheit gehöre zur Urerfahrung der neuen Freiheit in Rumänien und sei ein mühsam errungener Schatz, den es nach innen und außen zu verteidigen gelte.

Schirrmacher betonte, dass Religionsfreiheit eine friedliche Gesellschaft fördere, während Länder, in denen die Religionsfreiheit unterdrückt werde, keine Harmonie hervorbrächten, sondern von Gewalt im Inneren geprägt seien und terroristische Bewegungen begünstigten, die die Gewalt zwischen den Religionen in andere Länder exportierten. In einem anschließenden Gespräch mit dem Direktor des IIRF vereinbarten Außenminister und Kulturminister eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen der rumänischen Regierung und dem IIRF.

Am Vorabend der Anhörung fand ein vom Kulturministerium ausgerichtetes Konzert des Rumänischen Nationalchores Madrigal zugunsten der Religionsfreiheit im Athenaeum, dem großen historischen Konzertsaal im Zentrum von Bukarest, statt. Die Ansprachen des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des rumänischen Parlamentes Bogdan Ciuca und des Direktors des IIRF, Thomas Schirrmacher, bildeten zugleich die Eröffnung der Anhörung. Der Nationalchor feierte zu Ostern sein 50jähriges Jubiläum und hat zahlreiche internationale Chorpreise gewonnen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Bonner Querschnitte“, bucer.org

Schlagwörter: Rumänien, Religionsfreiheit, Außenminister, Titus Corlatean, Große Anhörung, Menschenrechte, Menschenrechtsausschuss, Parlament, Bukarest, International Institute for Religious Freedom, IIRF, Thomas Schirrmacher, Minderheiten, Christen, Nationalkirche, Revolution, 1989, Terror, Kulturminister, Daniel Barbu, Athenaeum, Konzert, Madrigal, Nationalchor