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Somalia: UNHCR-Chef Guterres in Mogadischu

Meldung vom 12.07.2013

UN-Flüchtlingskommissar António Guterres stattete der somalischen Hauptstadt Mogadischu einen Besuch ab. Er setzte damit ein Signal der Unterstützung für den kontinuierlichen Friedensprozess in dem seit mehr als zwei Jahrzehnten von Konflikten zerrissenen Land. Sein Besuch erfolgte absichtlich am Vorabend des Ramadan, um Solidarität mit der Bevölkerung und deren unermesslichem Leid zu bekunden.

In Somalia sind rund 1,1 Millionen Menschen intern vertrieben. Über eine Million Somalier sind immer noch als Flüchtlinge in den Nachbarländern untergekommen, der Großteil in Kenia, Äthiopien und im Jemen, aber auch in Djibouti sowie in Europa, den USA und Australien.

Da in Somalia in Teilen des Landes der Frieden zunimmt, befassen sich die Aufnahmeländer bereits mit Rückkehrmöglichkeiten der Flüchtlinge. Einige Somalier haben den Entschluss gefasst, spontan nach Mogadischu sowie in andere von der Regierung kontrollierte Gebiete zurückzukehren.

„Dies ist ein Augenblick der Hoffnung für die Menschen in Somalia. UNHCR wünscht sich nichts mehr, als Menschen bei ihrer freiwilligen, sicheren und würdevollen Rückkehr zu helfen, sobald die Umstände dies erlauben“, unterstützte Guterres dieses Anliegen. UNHCR werde die Zusammenarbeit mit Somalia und den Aufnahmeländern weiterführen, um für den Zeitpunkt einer Rückkehr alle Maßnahmen getroffen zu haben, so Guterres weiter. „Die Rückkehr nach Somalia sollte zuallererst aus freien Stücken erfolgen“, doch zurzeit sei die Mehrheit der Flüchtlinge noch auf Asyl angewiesen, da die Voraussetzungen für eine rasche und groß angelegte Rückkehr logistisch noch nicht zu stemmen sei, erklärte der UNHCR-Chef.

Die Sicherheitslage bleibt vor allem in Mittel- und Südsomalia weiter prekär. Humanitäre Hilfe kommt nur in beschränktem Maße in diesen Regionen zum Zug. Der Besuch des Flüchtlingskommissars kam zu einem Zeitpunkt nur drei Wochen nach dem tödlichen Anschlag auf ein UN-Gebäude in Mogadischu am 19. Juni 2013. Guterres gab der UNHCR-Belegschaft vor Ort sein Beileid kund. „Wir sind stärker und entschlossener als je zuvor. Wir werden bleiben“, betonte der somalische Mitarbeiter Ali Abdullahi. Und Personalvertreterin Zakaria Ibrahim ergänzte: „Wir sind für die Menschen da.“

In Mogadischu kam der Flüchtlingskommissar mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Fawzia Yusuf H. Adam und Parlamentssprecher Mohamed Osman Jawari sowie anderen hochrangigen Regierungs- und UN-Vertretern zusammen. Adam macht auf den Bedarf an neuen Unterkünften aufmerksam, auch Gesundheitseinrichtungen und Schulen würden in Somalia benötigt. Unter diesen Voraussetzungen habe sie die Hoffnung, dass gebildete Somalier zurückkehren würden, um „das Land wieder aufzurichten“. „Wenn wieder Frieden ist, werden sie alle zurückkehren“, meinte sie optimistisch.

In der Zwischenzeit fliehen immer noch Somalier aus ihrem Land, wenn auch weniger als in den vergangenen Jahren. Waren es 2012 noch 78.000 und 2011 sogar 295.000, so machten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur noch 21.000 neue Flüchtlinge auf den Weg, Asyl in den Nachbarländern zu suchen.

Mindestens 20.000 Menschen sind in diesem Jahr bereits nach Somalia zurückgekommen. 12.000 davon sind wohl bereit, dort zu bleiben, während einige andere nur saisonbedingt die Grenze überquert haben, um vor der bevorstehenden Regenzeit die Felder zu bebauen.

UNHCR hat in diesem Jahr bereits mehr als 16.000 intern vertriebene Somalier dabei unterstützt, in ihre Heimatorte in relativ sicheren Regionen umzusiedeln. „Die Situation in Somalia wird weiterhin eine der Top-Prioritäten von UNHCR bleiben“, erklärte Guterres und unterstrich: „Ich hoffe, dass Frieden in Somalia die Voraussetzungen dafür schafft, den Flüchtlingen das zu ermöglichen, was sie sich am meisten wünschen – wieder nach Hause zurückzukehren.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „UNHCR“, unhcr.de (Pressemitteilung)

Schlagwörter: Somalia, António Guterres, UNHCR, Flüchtlinge, Mogadischu, Rückkehr, Asyl, Besuch, Frieden, Stabilisierung, UN-Gebäude, Anschlag, Vertriebene