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Afghanistan: Präsident Karsai verhandelt mit Taliban-Führer

 
Meldung vom 19.11.2008

Hamid Karsai, der von Washington eingesetzte Präsident Afghanistans, hat Taliban-Führer Omar Mullah zu Verhandlungen eingeladen. Inzwischen wurden weitere vier deutsche Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag verletzt.

„Wir sind sicher in Afghanistan, und wir brauchen nicht Hamid Karsais Angebot für ein sicheres Geleit“, erklärte einer der Taliban-Führer und lehnte damit das Angebot des afghanischen Präsidenten für Gespräche ab. Sieben Jahre nach dem Sturz ihrer Regierung durch einen Luftkrieg der USA können sich die radikalislamischen Taliban in ihrem Land fast so frei bewegen und eigenmächtig handeln, wie sie wollen.

Karsai, der von Washington eingesetzte Präsident, hat Omar Mullah zu Verhandlungen an den Tisch gebeten, aber ist wohl davon ausgegangen, dass der Chef der Taliban keinesfalls aus seinem Versteck auftaucht. Die Einladung sollte ein Signal an Gemäßigtere unter den Taliban sein. Damit wollte die Regierung ihre Bereitschaft ausdrücken, hier und da Frieden mit den Aufständischen zu schließen.

Alle Zeichen stehen auf einen nahenden Politikwechsel in diesem komplizierten Krieg. Es besteht wenig Aussicht darauf, dass die USA und die anderen Nato-Staaten ihn in den nächsten sieben Jahren gewinnen, außer der Boden tut sich auf und verschluckt die Taliban samt ihren immer neu rekrutierten Anhängern.

Weder Karsais Gesprächsangebote noch die Truppenverstärkung, die der neugewählte US-Präsident ankündigte, können die Lösung für Afghanistan bringen. Ein Politikwechsel muss laut Angaben des österreichischen Nachrichtenmagazins „der Standard“ drei Punkte erfüllen: Die Afghanen benötigen eine Regierung, die gegen die Korruption angeht; die Nato muss einen Ausweg aus ihrem internen Streit über den Einsatz finden; Pakistans Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan müssen durch eine umfassende Aufbauhilfe unterstützt werden, um sich aus dem Würgegriff der Taliban zu befreien.

Inzwischen gehen die Kämpfe auch im Norden des Landes weiter. Auf Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan ist gestern erneut ein Anschlag verübt worden. Bei dem Attentat am Rande der nordafghanischen Stadt Faisabad sind gestern vier Soldaten leicht verletzt worden, gab die Bundeswehr auf ihrer Internetseite an. Sie seien zur medizinischen Versorgung in das Quartier des Wiederaufbauteams in Faisabad gebracht worden.

Erst am Sonntag sind im Norden Afghanistans zwei deutsche Soldaten bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Patrouille der Bundeswehr verwundet worden, einer von beiden schwer. Die radikal-islamischen Taliban zeigten sich für den Anschlag verantwortlich.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at