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Nicaragua: Investoren für den großen Kanal gefunden

Meldung vom 01.08.2013

Für Nicaragua könnte ein Traum bald Wirklichkeit werden: Ein großer Kanal mitten durchs Land soll den Pazifik mit dem Atlantik verbinden. Jetzt treibt die Hongkonger HKND Group das umstrittene Kanalbauprojekt in Nicaragua in fieberhafter Eile voran. Nur sechs Wochen nach Erhalt der Baugenehmigung behauptet das Unternehmen, bereits alle nötigen Investoren angeworben zu haben.

Sechs Wochen nach Erhalt der Konzession für den Bau des geplanten Nicaragua-Kanals hat die Hongkonger HKND Group die Finanzierung des Riesen-Projekts nach eigenen Angaben zusammengebracht. „Unsere Investoren sind Großbanken und andere große institutionelle Anleger“, behauptete der Vorstandsvorsitzende Wang Jing in einem am Mittwoch (31.07.2013) erschienenen Interview der britischen Zeitung The Telegraph. Für den Bau der Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik sind 40 Milliarden US-Dollar (30,3 Mrd Euro) eingeplant.

Innerhalb der kommenden zwei Monate werde er die Investoren aus China, Europa und den USA öffentlich vorstellen, kündigte Wang an. „Das sind erstklassige Investoren.“ Erst am Dienstag hatte der Staatssekretär im Washingtoner Wirtschaftsministerium, Walter Bastian, das Interesse von US-Firmen an dem Projekt bekundet. Für die US-Regierung ist das umstrittene Kanalbauprojekt zwischen Atlantik und Pazifik in Nicaragua in Bezug auf die Wirtschaft der Vereinigten Staaten attraktiv. „Mich fasziniert das Kanal-Thema. Es ist ein sehr interessantes Projekt und wir werden es aufmerksam verfolgen“, versicherte Bastian am Dienstag bei einem Besuch in Managua.

Allerdings setzte er sich für Klarheit bei der Vergabe von Aufträgen ein. „Ich denke, das Interesse unserer Unternehmen richtet sich vor allem auf das Thema der Transparenz bei den Verträgen. Das ist sehr wichtig für uns“, erklärte Bastian. „Es ist entscheidend, ausländische Investitionen ins Land zu holen. Dafür müssen die Spielregeln klar sein.“

Das Bauvorhaben hat im In- und Ausland jedoch für Diskussionen gesorgt. Kritiker glauben nicht daran, dass die in Infrastrukturprojekten unerfahrene HKND Group den Bau durchführen kann. Zudem wirft die Opposition der nicaraguanischen Regierung vor, HKND zu weitreichende Rechte zugesprochen zu haben. Indigene Gruppen haben wegen der Beeinträchtigung ihrer Landrechte bereits eine Verfassungsbeschwerde gegen die Pläne eingereicht.

Wang ließ die Kritik indessen kalt und er präsentiert eine beachtliche straffe Zeitplanung. „Ich bin hundertprozentig sicher, dass der Bau im Dezember 2014 beginnen kann und wir 2019 fertig sein werden“, betonte er.

Schon vor Abschluss der Machbarkeitsstudie hat der Unternehmer offenbar eine bestimmte Route eingeplant. Der Kanal solle von der Hafenstadt Brito am Pazifik durch den Nicaragua-See nach Bluefields an der Karibikküste verlaufen, bekundete Wang im Gespräch mit The Telegraph.

Der Verlauf dürfte Umweltschützer alarmieren, die argumentieren, der Nicaragua-See sei bereits jetzt durch Abwässer stark verunreinigt und werde nach dem Bau des Kanals durch Supertanker noch weiter beeinträchtigt.

Der Nicaragua-See ist der größte See Mittelamerikas und fungiert als wichtiger Süßwasserspeicher in der Region. „Der Schutz dieses Sees steht im Fokus unserer Machbarkeitsstudie“, versicherte Wang. „Ich übernehme die Verantwortung für alle Umweltschäden. Ich habe meinen Mitarbeitern gesagt: Wenn wir in dem Bereich einen Fehler machen, werden wir mit Schimpf und Schande in die Geschichtsbücher Nicaraguas eingehen.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Handelsblatt“, handelsblatt.com

Schlagwörter: Nicaragua, Kanal, Nicaragua-Kanal, Wasserstraße, Kanalbau, HKND Group, Pazifik, Atlantik, Investoren, USA, Walter Bastian, Wirtschaft, Umwelt, Nicaragua-See, Umweltschützer, Indigene, Landrechte, Verfassungsbeschwerde