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Afghanistan: Safran und Rosen statt Opiumanbau

Meldung vom 26.11.2008

Das christliche Hilfswerk Shelter Now engagiert sich in Afghanistan und ist dankbar für den Schutz durch internationale Streitkräfte, insbesondere die Bundeswehr. Sie stärke die Aufbaumaßnahmen der lokalen Regierung, unterstütze die Polizei und Sicherheitskräfte und trage viel zur Stabilisierung des Landes bei, betonte der internationale Direktor, Georg Taubmann.

Er war 2001 mit sieben anderen ausländischen Mitarbeitern der Hilfsorganisation von den radikal-islamischen Taliban verschleppt worden und sollte hingerichtet werden. Nach 102 Tagen wurden die Gefangenen am 15. November 2001 wie durch ein Wunder befreit. Taubmann ging später nach Afghanistan zurück und übernahm die Koordination von weiteren Hilfs- und Aufbauprojekten. Afghanistan befinde sich nach dem Niedergang der Taliban-Diktatur in einer sensiblen Aufbauphase, so Taubmann. Ohne militärischen Schutz könne das Land nicht existieren.

Destabilisierung stelle die größte Gefahr dar. Einheimische Kriegsfürsten, Drogenbarone sowie die Taliban und Interessengruppen umliegender Länder bekämpften den Wiederaufbau des Landes. Sollte ihr Einfluss wieder zunehmen und sollten sie in weiteren Regionen Fuß fassen, sei erneut mit Chaos zu rechnen. „In diesem Fall können sich keine ausländischen Organisationen mehr halten. Das wäre das Aus für den Wiederaufbau des Landes und jedes menschenwürdige Leben“, meint Taubmann.

Afghanistan stünde vor einem Katastrophenwinter, da wegen des trockenen Sommers eine große Nahrungsmittelknappheit herrsche. Ohne Hilfe von außen könnten viele Menschen die kalte Jahreszeit nicht überleben. Die Menschen benötigten dringend Holz, Nahrung und Decken. Die Regierung könnte keine Hilfeleistung mehr erbringen. Umso wichtiger seien Spenden.

Viele Hilfsorganisationen bauen auf nachhaltige Entwicklungsprojekte. So arbeite man daran, mit Safran-, Rosen- oder Obstanbauprojekten Afghanen eine Alternative zum Opiumanbau schaffen zu können. Bereits in diesem Winter könne mit dem Verkauf des Safrans in Deutschland begonnen werden, so ein Sprecher von Shelter Now. Mit dem edlen Gewürz von höchster Qualität seien die Verdienstmöglichkeiten höher als mit Opium. Das Projekt werde durch eine Art Kleinkreditsystem finanziert. Die Bauern bekommen die Safranknollen kostenlos, müssen aber in den ersten fünf Jahren 20 Prozent der Ernte an die jeweilige Hilfsorganisation abgeben. Damit kann das Hilfswerk weitere Familien unterstützen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „idea“, idea.de