Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Somalia: Hochbetrieb auf dem Flughafen Mogadischu

Meldung vom 03.09.2013

Obwohl Somalia immer noch als sehr gefährlich gilt, erlebt der Flugzeugverkehr nach Mogadischu derzeit einen regelrechten Ansturm. Immer mehr Fluggesellschaften weiten daher ihr Angebot dorthin aus. Für die Piloten gibt es besondere Vergünstigungen.

Tourismus gibt es in Somalia wohl kaum. Das Land wird immer noch von Terror heimgesucht. „Vor Reisen [...] wird eindringlich gewarnt“, teilt das deutsche Auswärtige Amt mit. Es werde dringend empfohlen, Somalia zu verlassen. Für Staatsangehörige westlicher Länder bestehe ein großes Risiko, entführt zu werden. Bis zum Jahr 2010 war das Land am Horn von Afrika von Bürgerkrieg und Terrorismus so überzogen, dass kein Flughafen betrieben werden konnte. Der Aden Abdulle International Airport in Mogadischu war geschlossen.

Doch inzwischen haben sich große Veränderungen ergeben. Flughafen-Manager Sean Mendis stellt gar einen regelrechten „Boom“ fest. 35 Flüge am Tag werden in Mogadischu abgefertigt, erklärt er. Mit steigender Tendenz. Mogadischu als Ziel entwickelt sich, obwohl Fluglinien für den Betrieb eine Sondergenehmigung benötigen. Grund dafür ist die Kategorie als feindseliges Gebiet, in das die Stadt fällt. Momentan landen African Express Airways, Air Uganda, Daallo Airlines, Jubba Airways und als einziger europäischer Anbieter Turkish Airlines in Mogadischu. Crews, die nach Somalia fliegen, erhalten dafür eine spezielle Gratifikation. Solche Risikodestinationen belohnen Fluggesellschaften mit Gehaltsaufschlägen.

Doch wer sind die vielen Fluggäste? Die Somalis flögen gerne, behauptet Mendis. Viele von ihnen seien imstande, die recht hohen Ticketpreise zu zahlen, da sie viel Geld aus der Diaspora generieren. Zudem nehmen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen viele Plätze ein. Die Flüge von African Express sind zu 90 Prozent ausgefüllt.

Auch bei Turkish Airlines wächst der Andrang kontinuierlich. Die Fluglinie plant bei den Flügen nach Somalia langfristige Effekte ein. Im vergangenen Jahr erst baute Turkish ihr Streckennetz auf insgesamt 15 afrikanische Zielrichtungen aus. Der Luftverkehr nach Afrika steht vor riesigen Wachstumschancen, so Sprecher Ali Genç. In den nächsten hundert Jahren entpuppe sich dort der wichtigste Markt. „Jedes Ziel auf dem Kontinent ist für uns also effektiver als zum Beispiel eines in Europa.“

Der Flughafen in Mogadischu sei sicherer als das Terrain der Stadt, so der Flughafendirektor. Hier sei man vor Angriffen geschützt, 17.000 Soldaten würden ihn überwachen, vier Röntgenmaschinen sind im Einsatz und die Passagiere müssten zahlreiche Sicherheitschecks passieren, bevor sie an Bord eines Flugzeuges kommen.

Der Airport selbst stellt sich auf seiner Webseite fast wie der einer populären Feriendestination vor. Da empfangen einen die Bilder von weißen Stränden am Indischen Ozean, genauso wie von anderen Touristenattraktionen im Land. Doch die Gewalt überschattet immer noch viel. Erst im vergangenen Monat wurde ein Auto mit einer Autobombe in eine Reihe Soldaten gelenkt, die für die Sicherheit des Flughafens zuständig sind.




Quelle: „AeroTELEPRAPH“, www.aerotelegraph.com

Schlagwörter: Somalia, Flughafen, Airline, Flugzeug, Flugverkehr, Piloten, Boom, Wachstum, Diaspora, Flugticket, Fluglinie, Aden Abdulle International Airport, Mogadischu, Sicherheit, Reiseziel