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Global: Der versteckte Hunger

Meldung vom 17.09.2013

Mit Reis, Weizen und Soja bemüht sich die internationale Gemeinschaft immer wieder, bei Hungerkrisen die Ernährung Notleidender zu gewährleisten. Doch vor allem für die Kinder in Entwicklungsländern ist das nicht ausreichend. Ihnen mangelt es an Vitaminen und Mineralien. Aus diesem Mangel entstehen oft Behinderungen. Mangelernährung führt bei Kindern zu dauerhaften Schäden.

In Hungerregionen, in denen Hilfsorganisationen helfen, gibt es eine größere Zahl an Menschen, die zwar genug Kalorien erhalten, denen es aber an wichtigen Vitaminen und Mineralien fehlt. Bei Mahlzeiten hauptsächlich aus Reis, Mais oder Weizen, entsteht ein solches Defizit.

Experten nennen das Phänomen „versteckter Hunger“ („hidden hunger“). Auch diese Art des Hungers ist bedrohlich. „Die Welt zahlt heute einen hohen Preis dafür, sich ein halbes Jahrhundert fast nur auf die Steigerung der Produktion konzentriert zu haben“, warnte der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Ernährung, Olivier De Schutter.

Gerade bei den kleinen Kindern bewirkt der Nährstoffmangel dauerhafte Schäden. „Mangelernährung in der Kindheit führt dazu, dass die Kinder zu klein sind für ihr Alter und mental und körperlich eingeschränkt sind“, stellt der Ernährungsmediziner Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim fest. Er ist Autor des Buches „Der verborgene Hunger“.

In Ländern wie Burundi, Niger und dem Jemen leiden laut einer UN-Statistik mehr als die Hälfte aller Kinder an diesen Symptomen. „Diese Menschen stecken ihr Leben lang in der Armutsfalle fest“, fügt Biesalski hinzu.

„Mikronährstoffe sind die essenziellen Vitamine und Mineralien, die Menschen brauchen, um Zellwachstum und Stoffwechsel anzuregen“, erklärt ein Bericht der UN-Ernährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization). Deren Experten gehen davon aus, dass mehr als zwei Milliarden Menschen mit Mikronährstoff-Mangel zu kämpfen haben. Andere Schätzungen belaufen sich auf noch höhere Zahlen – hinter den meisten Angaben zum versteckten Hunger muss ein großes Fragezeichen stehen bleiben, da es bei einigen der Nährstoffe nicht oder nur schwer möglich ist, einen Mangel frühzeitig zu erkennen.

Bei den Mikronährstoffen handelt es sich vor allem um Vitamin A, Eisen und Jod – aber auch um Folsäure, Vitamin D und weitere Nährstoffe. Das Zink ist beispielsweise unabdingbar für das Immunsystem. Ein Mangel drückt sich durch die gefürchteten Durchfälle aus.

Bei den Projekten von Gebende Hände wird immer auf ausgewogene Ernährung geachtet. Viele unserer Einrichtungen betreiben auch Gemüse- und Obstanbau. Kinder in unsere Einrichtungen lernen schon früh Grundregeln der Landwirtschaft. So kommt in unseren Waisenhäuser, Schulen und Berufsschulen immer auch Gemüse und Obst auf den Tisch.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de

Schlagwörter: Hungerhilfe weltweit, Hunger, Nährstoffe, versteckter Hunger, Mangelernährung, Unterentwicklung, Obst, Gemüse, Zellwachstum, Stoffwechsel, Vitamine, Mineralien