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Mexiko: Tropenstürme hinterlassen Verwüstung

Meldung vom 23.09.2013

Nach dem Abzug der beiden verheerenden Tropenstürme in Mexiko ist das Land mit einer Schneise der Verwüstung konfrontiert. Schätzungen des Verkehrsministeriums vom Wochenende zufolge kostet allein der Wiederaufbau ruinierter Straßen umgerechnet 2,3 Milliarden Euro. Für die im südwestlichen Bergdorf La Pintada vermissten 68 Menschen wurde der Regierung zufolge jegliche Bergungschance aufgegeben.

Insgesamt geht man von mindestens 170 Toten aus. Mitberücksichtigt sind bei dieser Zahl die 68 Vermissten aus La Pintada im Bundesstaat Guerrero an der Pazifikküste. Dort versuchten die Rettungskräfte, teils nur mit Spitzhacken und Schaufeln ausgerüstet, Tonnen von Schlamm wegzubewegen. Es gebe „praktisch keine Hoffnung“ mehr, einen der Vermissten noch lebend zu bergen, meinte Präsident Enrique Peña Nieto auf einer Pressekonferenz in Guerrero an der Seite mehrerer Kabinettskollegen. Das Gebiet sei zudem schwer zugänglich.

Den Behörden zufolge wurden durch Überschwemmungen und Erdrutsche 1,5 Millionen Häuser in 22 von 32 Bundesstaaten beeinträchtigt oder sind zusammengestürzt. Geschätzte 200.000 Menschen verloren ihr Heim, fast 58.000 Menschen mussten vor den Unwettern evakuiert werden. Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong gab zu, es werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die genauen Kosten für den Wiederaufbau berechnet werden könnten.

Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde der Badeort Acapulco, wo nach neuen Angaben des Verkehrsministeriums insgesamt 62.000 Touristen tagelang auf Hilfe warteten. Am Freitag konnten die Behörden einen Teil der wichtigsten Schnellstraße wieder für den Verkehr frei räumen, woraufhin tausende Menschen in Bussen und Autos die größte Stadt in Guerrero verließen.

Bis Sonntag konnten 35.000 Touristen aus der Stadt Acapulco über das Straßennetz ausreisen, 27.000 weitere Touristen wurden über eine Luftbrücke nach Hause gebracht. Der vorübergehend geschlossene internationale Flughafen von Acapulco hatte am Sonntag größtenteils wieder seinen normalen Betrieb aufgenommen.

Präsident Enrique Peña Nieto gab bekannt, er könne an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York in der kommenden Woche nicht teilnehmen. Er müsse sich stattdessen mit der Lage in den Katastrophengebieten auseinandersetzen, hieß es in einer Erklärung.

Das Innenministerium teilte mit, dass ein vermisster Polizeihubschrauber, der in Guerrero im Einsatz war, abgestürzt ist. Die fünf Polizisten an Bord kamen dabei ums Leben.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Mexiko, Tropenstürme, Verwüstung, Wiederaufbau, La Pintada, Vermisste, Bergung, Acapulco, Tote, Erdrutsch, Schlamm, Überschwemmung, Straßen, Enrique Peña Nieto, UN-Vollversammlung, Luftbrücke