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Global: Sizilien ruft Notstand aus – Erneut hunderte Flüchtlinge

Meldung vom 16.10.2013

Erneut wurden 450 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Die italienische Marine rettete nach eigenen Angaben 290 Migranten nahe der Insel Lampedusa, weitere Menschen wurden von Frachtschiffen evakuiert. Weil sie mit der Zahl der Flüchtlinge überfordert ist, hat die Insel Sizilien den Notstand ausgerufen.

Die italienische Marine kreuzte mit fünf Schiffen in den südlichen Gewässern. Den Angaben zufolge brachten die Besatzungen gemeinsam mit der Küstenwache etwa hundert Kilometer südlich der Insel Lampedusa 80 Einwanderer in Seenot in Sicherheit. Unweit davon sei eine weitere Gruppe von 210 Flüchtlingen aufgenommen worden.

Ein italienisches Frachtschiff beteiligte sich außerdem an einer Rettungsaktion der griechischen Küstenwache, bei der es um 73 Syrer ging. Diese trieben auf einer Yacht im Ionischen Meer dahin, weil das Schiff keinen Treibstoff mehr hatte. Die Flüchtlinge, unter ihnen elf Frauen und 18 Kinder, wurden nach Angaben der Hafenwacht unbeschädigt nach Kalamata gebracht.

Rund 80 weitere Menschen wurden in libyschen Gewässern von einem großen Floß evakuiert. Ein panamaisches Handelsschiff nahm sie mit nach Sizilien. Die Insel erklärte nun den Notstand. Dadurch könnte man Druck ausüben, damit der Staat oder die EU Maßnahmen zum Umgang mit dem Ansturm ergreifen, sagte Gouverneur Rosario Crocetta.

Der italienische Grenzschutz gab außerdem bekannt, nach der Ankunft von Flüchtlingen in der süditalienischen Region Kalabrien am Sonntag (13.10.3013) seien ein Schiff konfisziert und 17 Besatzungsmitglieder inhaftiert worden. Diese seien wahrscheinlich Ägypter.

Am Montag hatte die italienische Regierung eine neue Überwachungs-Mission für das Mittelmeer ins Leben gerufen. Dabei werden zusätzliche militärische und zivile Schiffe und Flugzeuge bereit gestellt, um – wie es offiziell heißt – in Seenot geratene Flüchtlinge zu bergen und Menschenschmuggler abzuwehren. In Erwägung gezogen wird auch der Einsatz von Drohnen, Kriegsschiffen, Hubschraubern und moderner Nachtsichtausrüstung.

Italien dringt auf die EU ein, das Problem der EU-Außengrenzen stärker anzugehen und nicht auf Italien, Griechenland und Spanien allein abzuwälzen. Nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben es in diesem Jahr bereits rund 32.000 Flüchtlinge geschafft, Italien und Malta zu erreichen. Viele von ihnen kommen aus Eritrea, Somalia und Syrien.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Flüchtlinge, Bootsflüchtlinge, Italien, Sizilien, Notstand, EU-Außengrenze, Lampedusa, Seenot, Marine, Küstenwache, Kalamata, Überwachungs-Mission, Mittelmeer, Drohnen, Kriegsschiffe, Hubschrauber