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Mexiko: Clown ermordet Drogenboss

Meldung vom 21.10.2013

Der Täter tarnte sich als Clown: Der berüchtigte Drogenboss Francisco Rafael Arellano Félix ist auf einem Kinderfest in Mexiko ermordet worden. Er soll für den Schmuggel von hunderten Tonnen Rauschgift verantwortlich gewesen sein, und er wird des Mordes an einem Erzbischof verdächtigt.

Es war einer der bekanntesten Drogenbosse Mexikos, der bei einem Kinderfest in einem Badeort am Pazifik tödlich getroffen wurde. Ein Mann sei am Freitagabend (18.10.2013) in das Hotel in Cabo San Lucas gekommen und habe Francisco Rafael Arellano Félix in Kopf und Brustkorb geschossen, berichteten mexikanische Medien am Samstag unter Berufung auf Polizei und Staatsanwaltschaft.

Der Mörder kam angeblich im Kostüm eines Clowns. Nach dem Überfall sei es zu einem Schussgefecht gekommen. Die Polizei rückte mit einem Großeinsatz an. Ob der Täter fliehen konnte, war zunächst unklar. Der Tatort Cabo San Lucas befindet sich an der Südspitze der Halbinsel Baja California (Niederkalifornien) und ist ein beliebter Badeort. In der Nähe versammelte sich 2012 der G20-Gipfel.

Das Opfer war der älteste der gefürchteten Brüder Arellano Félix. Das von ihnen gegründete Drogenkartell von Tijuana im Nordwesten des Landes war in den 80er und 90er Jahren eines der einflussreichsten in Mexiko. Es soll Hunderte Tonnen Kokain und Marihuana in die USA eingeführt haben. Diesem Kartell wird auch der nie aufgeklärte Mord am Erzbischof von Guadalajara, Juan Jesús Posadas Ocampo, im Jahr 1993 zugeschrieben.

Der Niedergang des Kartells fing vor rund zehn Jahren an, als mehrere Brüder festgenommen wurden. Drei von ihnen – Francisco Javier, Benjamín und Eduardo – sind zu hohen Haftstrafen verurteilt, ein vierter – Ramón – wurde bei einem Feuergefecht getötet. Andere Kartelle haben die Tijuana-Gruppe ersetzt, als mächtigstes gilt heute das Sinaloa-Kartell.

Francisco Rafael, genannt El Pelón (Der Glatzkopf), kam sechs Tage vor seinem 64. Geburtstag ums Leben. Er saß zwischen 1993 und 2004 in Mexiko im Gefängnis und wurde anschließend an die USA ausgeliefert. Dort wurde er zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Kokain an einen verdeckten Ermittler veräußert hatte. Er wurde aber schon 2008 wegen guter Führung begnadigt und nach Mexiko abgeschoben.

Immer wieder müssen Kinder in Mexiko schreckliche, traumatisierende Verbrechen mit ansehen und werden, wie auf diesem Kinderfest, Zeugen von Morden. Manchmal geraten sie sogar zwischen die Fronten der Kartelle. In Juarez unterstützt Gebende Hände ein Kinderheim, eine Oase des Friedens inmitten von Gewalt.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Mexiko, Clown, Attentat, Drogenboss, Kinderfest, Francisco Rafael Arellano Félix, Drogenboss, Drogenkartell, Drogenkrieg, Cabo San Lucas, Baja California, Tijuana, El Pelón, Glatzkopf, Mord