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Global: Die verseuchtesten Regionen der Erde

Meldung vom 06.11.2013

Die Böden mit Blei getränkt, das Flusswasser durch Öl oder Chemikalien verunreinigt, die gesamte Umgebung verstrahlt – es existieren zahllose Regionen auf der Welt, die so verseucht sind, dass Menschen dort gar nicht leben dürften. Eine Stiftung erfasst die zehn schlimmsten.

Weltweit 200 Millionen Menschen sind in ihrem Lebensraum von Umweltgiften bedroht. Das zeigt der Umweltgiftreport 2013, den die Schweizer Stiftung Green Cross am Dienstag in Zürich herausgegeben hat. Die zehn am stärksten betroffenen Orte befinden sich demnach in acht Ländern: Argentinien, Bangladesch, Ghana, Indonesien, Nigeria, Russland, Sambia und in der Ukraine.

Ausgewählt wurden die Regionen schlimmster Verschmutzung unter mehr als 3.000 Orten weltweit. Mehrere Kriterien wurden dabei berücksichtigt: Wie stark werden die Grenzwerte für Giftstoffe überschritten? Wo offenbart sich der Schaden besonders dramatisch? Und wie viele Menschen sind von den Umweltgiften in Mitleidenschaft gezogen?

Im aktuellen Ranking der Stiftung Green Cross kann man auch Orte wiederfinden, die bereits im Jahr 2006 dort registriert wurden:

Nach wie vor steht Tschernobyl in der Ukraine ganz oben. Die Spätfolgen der Nuklearkatastrophe von 1986 beeinträchtigen die Region noch immer schwer, etwa 4.000 Fälle von Schilddrüsenkrebs wurden bisher verzeichnet. Hohe Strahlendosen bedrohen Schätzungen zufolge die Gesundheit von bis zu zehn Millionen Menschen in der Ukraine, in Russland, Weißrussland und Moldau.

Dserschinsk, Russland, ist ein Industriestandort, der hochgradig verseucht ist mit Umweltgiften. Rund 300.000 Tonnen an Chemieabfällen seien hier schätzungsweise zwischen 1930 und 1998 unsachgemäß verklappt worden. In der Stadt wohnen rund 245.000 Menschen.

Auch in Kabwe in Sambia leiden die Menschen unter Umweltgiften. Das Umwelt- und Gesundheitsproblem der zweitgrößten Stadt der Republik Sambia besteht aus Blei. Große Vorkommen wurden hier im Jahr 1902 erschlossen und in den folgenden 90 Jahren gefördert – weitgehend ohne Kontrolle, so der Green-Cross-Report. Besonders Kinder leiden darunter: In ihrem Blut wurde etwa zehnmal so viel Blei gefunden als normal wäre.

Das atomare Desaster in Fukushima belegt zwar keinen Platz im Giftranking von Green Cross, darauf wird im Report aber ausführlich eingegangen. Die Atomkatastrophe vom März 2011 zähle zu den „schlimmsten, die die Welt je gesehen“ habe. Noch immer fließt radioaktiv belastetes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk.

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Schadstoffe sind nach Angaben der Umweltorganisation Green Cross etwa gleich schädlich wie die von Aids, Tuberkulose und Malaria. „Weltweit entsteht jede fünfte Krebserkrankung wegen Umweltgiften oder Verschmutzungen“, betonte Jack Caravanos vom Blacksmith Institut. Die international tätige Non-Profit-Organisation hat ebenfalls an der Studie mitgewirkt.

In den Entwicklungsländern ist die Situation noch alarmierender. Fast ein Viertel aller Todesfälle und mehr als 80 Prozent aller Krankheiten entstehen aufgrund von schädlichen Umwelteinflüssen.

Doch die Umweltgifte entfalten ihre Wirkung nicht nur vor Ort, sondern wirken sich auch global aus. Das lässt sich am falschen Umgang mit Schadstoffen wie Quecksilber sehen, etwa in Elektromülldeponien. Das Gift verseucht nicht nur Boden und Grundwasser, sondern gelangt auch in die Atmosphäre. So wäre es kein Wunder, wenn dann verseuchtes Sushi auch bei uns auf dem Teller endet, sagte Caravanos.

„Letztendlich ist global ein enormer Geldbetrag nötig, aber auch mit kleinen Einsätzen kann eine Veränderung erzielt werden“, stellt Stephan Robinson vom Green Cross fest. Mit internationalen Konventionen kann man einzelne Länder zur Änderung bewegen, aber auch Bürgerproteste und Einzelinitiativen können viel bewirken.

Indien stellt ein Hoffnungsträger unter den Ländern dar. Das Land habe sich in den vergangenen Jahren sehr bemüht, die Umweltverschmutzung zu verringern, sagte Robinson. 2006 und 2007 standen noch indische Orte auf der Liste der am meisten verschmutzten Regionen der Welt, doch das habe sich mit starker finanzieller Unterstützung der Regierung verbessert.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Umwelt, Umweltgifte, Gifte, Chemikalien, Öl, Blei, Nuklearkatastrophe, Fukushima, Sambia, Tschernobyl, Kabwe, Dserschinsk, Atomreaktor, Atomkraftwerk, Giftranking, Umweltgiftreport, Entwicklungsländer, Indien