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Philippinen: Unbeschreibliche Verwüstung nach Taifun

 
Meldung vom 11.11.2013

Nur noch ein paar Palmen stehen in Tacloban, ansonsten sieht man eine Trümmerlandschaft so weit das Auge reicht. Dieses Elend hat der Taifun Haiyan auf den Philippinen hinterlassen. Angesichts des Chaos und der vielen Toten steigert sich die Verzweiflung der Menschen von Stunde zu Stunde. Hunderttausende haben ihr Heim verloren und können nichts tun, als auf Hilfe von außen zu warten. Doch die gelangt derzeit kaum zum Ziel, denn die Straßen sind blockiert und der Flughafen ist nur eingeschränkt betriebsfähig.

Von einem Armeelaster wird die kostbare Fracht entladen. Es ist eines der wenigen Fahrzeuge, die die Fahrt über die nahezu unpassierbaren Straßen in die fast völlig zerstörte 200.000 Einwohnerstadt Tacloban an der Küste der Philippinen geschafft haben. Inzwischen kommen erste Hilfsgüter zum Ziel, aber es sind zu wenige.

Taclobans Bürgermeister Alfred Romualdez ist sich dessen bewusst, dass zu wenig Hilfe eintrifft: „Wir müssen viel mehr Hilfe erhalten, aber die Straßen sind alle versperrt“, erklärt er. „Ich helfe bereits mit. Seit dem Sturm bergen wir Leichen und versuchen die Straßen freizubekommen, aber 90 Prozent meiner Mitarbeiter sind selber Opfer und verletzt.“

Die Experten gehen von mindestens 10.000 Toten in der Region aus, 400.000, vielleicht 600.000 sind obdachlos geworden. Diese Menschen rennen nun verzweifelt auf der Suche nach Essen durch die Straßen Taclobans. Die Hilfsmaßnahmen müssen jetzt schnell vorangetrieben werden. Verzweiflung macht sich in der verwüsteten Stadt und in den umliegenden Regionen breit.

Awelina Hadloc gehört ein Laden, aber er ist komplett ausgeräumt: „Es ist schwierig, wir sind ja hilflos wie Neugeborene. In den Lagern gibt es keine Nahrungsmittel mehr, in den Märkten sowieso nicht.“

Hilfslieferungen sind auf dem Weg, aber die letzten 200 Kilometer sind voller Hindernisse: Der Flughafen von Tacloban liegt weitgehend in Trümmern, Brücken sind eingestürzt, Straßen noch immer voller Schutt, die Menschen haben aus der Not heraus begonnen, die Geschäfte zu plündern.

Präsident Benigno Aquino hat die Entsendung von Soldaten angekündigt, die gegen die Plünderungen durchgreifen sollen, aber auch er weiß, dass sich da Verzweifelte bemüht haben, ihren Hunger und Durst zu stillen. Und es geht inzwischen ums Überleben für die Hunderttausenden, die alles verloren haben. „Ich brauche nicht viele Sachen, nur ein Hemd, das ist alles, wonach ich frage“, meint eine Betroffene. „Ich danke Gott, dass ich noch lebe. Ich hoffe, es wird alles wieder besser.“

Rettungskräfte setzen noch immer alles daran, die Hindernisse zu den abgeschotteten Küstenregionen wegzuschaffen. Die Opferzahlen werden wohl noch wachsen, gerade kleine Orte am Wasser könnten buchstäblich von den Flutwellen weggetragen worden sein, die Taifun Haiyan am Freitag auslöste.

Vietnam dagegen wird von dem schlimmsten Unglück verschont bleiben. Haiyan hat sich zum Tropensturm abgemildert und traf heute früh mit etwa 120 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit auf die Küste nahe der Halong-Bucht, es gibt heftige Niederschläge, aber Katastrophen werden wohl ausbleiben.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD-Nachrichten online“, ard.de

Schlagwörter: Philippinen, Taifun, Haiyan, Zerstörung, Opfer, Tote, Verwüstung, Trümmer, Tacloban, Plünderung, Hunger, Hilfsmaßnahmen, Obdachlose, Leichen, Sturm, Flutwelle, Benigno Aquino, Straßen, Tropensturm