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Philippinen: 5 Millionen Kinder durch Taifun aus ihrem Leben entwurzelt

 
Meldung vom 21.11.2013

Knapp fünf Millionen Kinder hat der zerstörerische Taifun auf den Philippinen aus ihrem normalen Leben gerissen. Angesichts des Internationalen Tags der Kinderrechte am 20. November ist das besonders tragisch. Für diese Kinder trifft derzeit keines ihrer Rechte mehr zu. Sie genießen weder Schutz, Geborgenheit, Bildung, noch Nahrung. Manche wurden sogar ihrer Eltern beraubt und damit ihres Rechts auf Fürsorge und Geborgenheit. Dennoch versuchen sie, nach den traumatischen Erlebnissen zwischen den Trümmern wieder einen Platz zum Spielen zu finden.

In Tacloban steht Leichengeruch über dem Park und der nahe gelegenen Schule. Sie wurde ein neues Zuhause für die zehnjährige Jennifer Gabot und ihre beiden jüngeren Brüder. Hunderte Menschen haben nach dem verheerenden Taifun Haiyan hier vorübergehend Obhut gesucht.

Zu den Glücklichen gehört auch Jennifer, deren Familie die Naturkatastrophe nur deshalb überlebte, weil sie sich in den dritten Stock einer nahen Kirche rettete, wo sie die meterhohen Wellen der Sturmflut nicht erfassen konnten.

Fast zwei Wochen ist es her, seitdem der gewaltigste Taifun über die Philippinen fegte, der je an Land kam. Rund 4.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Und wenn die Leichen nicht immer sichtbar sind, so ist der Tod doch überall. „Es gab hier viele Tote“, meint Jennifer, während sie sich bei ihrem Bericht die Nase zuhält.

Einige Tage hatten sie den Park gemieden, weil der Gestank zu schlimm war. Er verursachte bei ihr und ihren Brüdern Übelkeit, berichtet das Mädchen. „Meine Mutter hat uns gesagt, dass wir nicht hierher gehen sollen, weil noch immer die Seelen der Toten hier sind. Mittlerweile ist der Gestank nicht mehr so schlimm, so dass wir uns wieder her wagen. Schließlich ist es der einzige offene und trockene Platz, an dem wir spielen können.“

Und tatsächlich lassen sich schon bald weitere Kinder blicken, teilweise barfuß und mit dreckiger Kleidung, die sich neugierig einem neu errichteten Zelt nähern. Drum herum stehen Fahrzeuge und die Ausrüstung von Hilfskräften und Militär.

Aufgebaut hat das Zelt eine Hilfsorganisation. Man will Kindern und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren wieder einen Ort der Geborgenheit schaffen, an dem sie spielen und sich nach der traumatischen Erfahrung mit dem Taifun gemäß ihres Alters erholen können.

„In einer so schwierigen Situation ist es entscheidend, ihnen strukturiert Aktivitäten anzubieten, die sie von der Tragödie ablenken und sie einfach Kind sein lassen“, sagt die Leiterin der Aktion.

Schätzungsweise 4,9 Millionen Kinder seien durch Haiyan in mehr oder weniger schwerer Form in Mitleidenschaft gezogen worden. „Am Donnerstag hat unser Team die Stadt Dulag besucht, nur wenige Kilometer von Tacloban entfernt“, berichtet eine Einsatzleiterin. „Dort sahen wir rund 100 Kinder am Straßenrand stehen, die um Essen bettelten.“ Nun sollten auch Helfer dorthin losgeschickt werden, um dort ebenfalls ein Zentrum für Kinder aufzubauen.

Gebende Hände ist schon seit Jahren auf den Philippinnen im Einsatz und versorgt jetzt ganz aktuell Kinder in dem Katastrophengebiet mit Reis, Konserven, Medikamenten und Kleidung.




Weiterführende Informationen

 Philippinen: 15.11.2013: Situationsbericht




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Hamburger Abendblatt“, abendblatt.de

Schlagwörter: Philippinen, Kinder, Haiyan, Taifun, Opfer, Kinderrechte, Internationaler Tag der Kinderrechte, Tote, Katastrophe, Schule, Geborgenheit, Familie, betteln, Hunger, Trauma, spielen, Tacloban, Leichen, Gestank, Eltern, Waisen