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Indien: Niebel setzt sich für Mindestlohn bei H&M ein

Meldung vom 26.11.2013

Menschen in Indien oder Bangladesch, die für das Textilunternehmen H&M arbeiten, sollen in Zukunft einen Mindestlohn erhalten. Dafür hat sich der scheidende FDP-Minister Dirk Niebel eingesetzt.

Der Modekonzern H&M hat Textil-Mitarbeitern vor allem in Asien mehr soziale Sicherheit in Aussicht gestellt. „Alle unsere Zulieferer sollten ihren Beschäftigten Existenz sichernde Löhne zahlen“, behauptete H&M-Managerin Helena Helmersson am Montag (25.11.2013) in Berlin. In die Praxis umgesetzt würde ein solches Vorhaben bewirken, dass die Löhne in Bangladesch, Indien oder China stark angehoben werden.

Helmersson äußerte sich bei der Konferenz über „Living Wages“ (Existenzlöhne), die unter anderem vom niederländischen Außenministerium und dem deutschen Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) initiiert worden war. Unter „Existenz sicherndem Lohn“ versteht man eine Bezahlung, die den Grundbedürfnissen der Arbeiter und ihrer Familien entspricht. Meist liege diese wesentlich über der Mindestlohnschwelle, die Gesetze in Bangladesch und anderen Textil exportierenden Staaten vorschreiben.

Berücksichtigt werden müssen außerdem Altersvorsorge, Bildungskosten für die Kinder und gewisse Ersparnisse. Auf den ersten Blick ist es erstaunlich, dass in einer seiner letzten Amtshandlungen ausgerechnet FDP-Minister Dirk Niebel die Eröffnungsrede auf der Konferenz hielt – schließlich gehören Regelungen für höhere Löhne nicht zu den bevorzugten Zielen der im September aus dem Bundestag scheidenden Liberalen. Offenbar macht sich Niebel aber auch deshalb für das Thema stark, weil es um einen freiwilligen Prozess geht, dessen Ergebnisse vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer weit weg von Deutschland vorwärts bringen.

Insgesamt gab es bis jetzt einen widersprüchlichen Konflikt: Das Recht auf eine Existenz sichernde Bezahlung ist verankert in der Menschenrechts-Charta der Vereinten Nationen. Trotzdem hält sich kaum einer der internationalen Konzerne wie H&M, Walmart, Apple oder Adidas daran – unter anderem, weil Regierungen und Rechtssysteme ihnen diesbezüglich keine Auflagen machen.

Ein Beispiel dafür bietet Bangladesch: Die Arbeiter müssten eigentlich umgerechnet 62 Euro monatlich verdienen, betonte während der Konferenz Lilianne Ploumen, Entwicklungsministerin der Niederlande. Tatsächlich wurde der Mindestlohn dort unlängst auf 50 Euro aufgestockt. „Eine große Verbesserung, aber nicht genug“, bemängelt Ploumen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Indien, Mindeslohn, Textilindustrie, Textilarbeiter, Textilarbeiterinnen, soziale Sicherheit, H&M, Altersvorsorge, Bildung, Ersparnisse, Existenzlöhne, Menschenrechts-Charta, Menschenrechtskonvention, UN, Dirk Niebel, Lohn, Gehalt, Geld