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Indien: Ein Jahr danach – Kerzen für Vergewaltigungsopfer

 
Meldung vom 17.12.2013

Ein Jahr nach der brutalen Gruppenvergewaltigung in Neu Delhi haben zahlreiche Menschen in Indiens Hauptstadt eine Gedenkveranstaltung für das Opfer durchgeführt.

Am Platz Jantar Mantar, wo im vergangenen Jahr Tausende gegen die Unterdrückung der Frauen in Indien auf die Barrikaden gingen, zündeten die Demonstranten Kerzen an. Andere kamen im Süden der Metropole zusammen, um in einer Demonstration die Route abzumarschieren, die der Bus fuhr, während die 23-Jährige auf einer Rückbank gefoltert wurde. Dazu sollten mehrere Konzerte an symbolträchtigen Orten als Mahnsignal organisiert werden, etwa an der Kreuzung, an der die Studentin und ihr Freund vor einem Jahr in den Bus stiegen.

Am 16. Dezember 2012 war die junge Frau vergewaltigt und misshandelt worden. Knapp zwei Wochen nach der Tat erlag sie ihren Verletzungen. Von den sechs Tätern erhielten vier als Mörder die Todesstrafe, ein zur Tatzeit Minderjähriger musste nur für drei Jahre in Jugendarrest. Der mutmaßliche Drahtzieher hatte sich in seiner Zelle erhängt. Das Verbrechen sorgte für große Empörung, die Bevölkerung übte durch Protestaktionen Druck auf die Regierung aus. Diese verabschiedete zwar schärfere Gesetzen für Sexualstraftäter und ergriff Maßnahmen für eine Bewusstseinsänderung. In der Praxis wurde aber viel zu wenig davon umgesetzt.

Die Familie des Opfers wollte am Montag (16.12.2013) am Verfassungsklub ein Gebet sprechen. „Es ist ein bedrückender Tag für uns“, meinte der Bruder Medien gegenüber. „Wer nicht zum Treffen kommen kann, soll für meine Schwester beten, wo auch immer er gerade ist, so dass Gott ihr Frieden schenkt.“

Die Demonstranten bemängelten, dass die Politik zwar die Gesetze für Sexualtäter in Indien härter gemacht habe, sonst aber viel zu passiv sei. „Es gibt kein wirkliches Interesse daran, die Straßen sicherer zu machen“, beschwerte sich eine junge Frau.

Die Anwältin und Frauenrechtlerin Vrinda Grover machte darauf aufmerksam, dass im vergangenen Jahr viele Menschen in Indien – Frauen wie Männer – aktiv gegen sexuelle Gewalt eingetreten sind. „Das Schweigen wurde gebrochen, das Leugnen des Problems hat aufgehört.“ Auch die Scham und das Stigma, mit denen die Opfer oft zu kämpfen hätten, seien endlich durchbrochen worden.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Indien, Vergewaltigung, Frauen, Mädchen, Opfer, Studentin, Bus, Neu-Delhi, Jantar Mantar, Demonstration, Kerzen, Mahnveranstaltung, Polizei, Gesetze, Sexualstraftäter, Unterdrückung, Diskriminierung, Gender