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Abwanderung in Rumänien: Wer weg wollte, ist schon längst gegangen

Meldung vom 12.01.2009

In Rumänien herrscht ein Mangel an Arbeitskräften. Die ausgewanderten Landsleute zurückzugewinnen, ist daher ein vorrangiges Ziel der Regierung. Rumänen wandern zumeist in Länder mit verwandter, das heißt romanischer Sprache und ähnlicher Lebensweise, ab. Das trifft am ehesten auf die Mittelmeerländer Spanien und Italien zu. Auch die Statistiken bestätigen diese Tendenz: Gut die Hälfte der Rumänen im EU-Raum befanden sich Ende 2007 in Spanien, ein Viertel in Italien.

Die Behörden in Bukarest rechnen damit, dass die großen Auswanderungswellen schon stattgefunden haben. Wer weg wollte, sei schon gegangen. Einer Untersuchung des rumänischen Arbeitsministeriums gemäß haben jedoch 85 bis 90 Prozent der Ausland-Rumänen vor, langfristig in ihr Heimatland zurückkehren. Die Auswanderung nach Ungarn hat sich nach der Öffnung der Grenzen sogar um 11 Prozent verringert.

1 Million bis 3,4 Millionen Rumänen leben je nach Zählung im Ausland. Die Gesamtbevölkerung Rumäniens beträgt knapp 22 Millionen. Seit dem Sturz des Ceausescu-Regimes im Dezember 1989 haben jährlich bis zu 100.000 Rumänen ihre Heimat verlassen, denn im Ausland bestanden bessere Aussichten auf Arbeit und höhere Löhne. Das Durchschnittsgehalt eines Rumänen betrug im vergangenen Jahr umgerechnet 445 Euro monatlich, netto blieben laut Rumänischem Institut für Statistik 335 Euro übrig. Der garantierte Mindestlohn war auf 135 Euro festgesetzt.

150.000 Arbeitsplätze seien vakant, erklärte Dorin Marian, Kanzleichef des Ministerpräsidenten, im März vergangenen Jahres. Mit der Finanzkrise dürfte sich die Zahl etwas verringert haben, schätzt die Wirtschaftsabteilung der Rumänischen Botschaft in Bern. Gegenwärtig herrsche in Rumänien nur etwa vier Prozent Arbeitslosigkeit – bei wirtschaftlichen Wachstumsraten von 6 bis 8 Prozent seit 2001.

Mit gezielten Infrastrukturverbesserungen beabsichtigt die Regierung, noch im Land Lebende zum Bleiben zu motivieren und Investoren anzulocken. Dazu zählen nach Marians Beobachtung auch Ausland-Rumänen. Sieben Milliarden Euro wurden von Ausland-Rumänen im Jahr 2007 zurück in ihre Heimat überwiesen. Nach Schätzungen wird die Hälfte davon langfristig in Rumäniens Infrastruktur angelegt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Tagesanzeiger“, tagesanzeiger.ch