Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Mexiko: Menschenschmuggler lassen 370 Kinder in der Wildnis zurück

Meldung vom 01.04.2014

Die Kinder waren entkräftet, orientierungslos und dehydriert: Menschenschmuggler haben in Mexiko hunderte Kinder einfach ausgesetzt. Die Kinder sollten eigentlich in die USA geschmuggelt werden. Das jüngste war neunjährig.

Die mexikanischen Behörden haben in einer einzigen Woche im März mehr als 370 Kinder aufgegriffen, die von Menschenschmugglern auf dem Weg zur US-Grenze sich selbst überlassen wurden. Viele der Kinder seien am Ende ihrer Kräfte, orientierungslos und sehr durstig gewesen. Auch waren ihre Füße voller Wunden, teilte das Nationale Migrationsinstitut (INM) am Samstag (29.03.2014) mit. Sie seien ziellos durch die Gegend geirrt.

In vielen Fällen seien die Kinder, die aus verschiedenen zentralamerikanischen Ländern kamen, an schwierigen oder gefährlichen Wegpassagen in 14 mexikanischen Staaten ausgesetzt worden – von Schleppern, die 3.000 bis 5.000 Dollar (rund 2.200 bis 3.600 Euro) dafür eingestrichen hätten. Oft halte sich mindestens ein Elternteil bereits in den USA auf und bemühe sich, seine Kinder nachzuholen, erklärte das INM.

Die Kinder wurden in der Zeit vom 17. bis zum 24. März entdeckt. 163 von ihnen wollten sich alleine durchschlagen. Inzwischen seien neun mutmaßliche Menschenschmuggler in Zusammenhang mit den Fällen ergriffen worden.

In jedem Jahr versuchen 140.000 Menschen ohne Ausweise die Grenze zu den USA zu passieren, weil sie sich dort ein besseres Leben ausrechnen. Die Zahl der Kinder, die ohne Eltern oder Vertraute dabei aufgegriffen werden, sei „deutlich gestiegen“, erklärte das INM weiter. Die Migranten nehmen ein hohes Risiko auf sich, sie werden auf ihrer gefährlichen Reise oft überfallen, ausgeraubt und getötet.

„Jeden Tag machen sich immer mehr Minderjährige auf den Weg“, berichtet auch der Geistliche Heyman Vazquez, der ein Flüchtlingsheim in Huixtla im Staat Chiapas führt. „Manchmal sind es ganze Familien mit Babys, aber oft auch Kinder ab sechs Jahren, die von anderen Kindern begleitet werden, die kaum älter sind.“

In Norden Mexikos unterhält Gebende Hände Einrichtungen für Kinder, wo die Kleinen sicher sind vor der Gewalt.


Weiterführende Informationen

 Mexiko: Wie hilft Gebende Hände?




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RP Online“, rp-online.de

Schlagwörter: Mexiko, Kinder, Menschenschmuggel, Menschenhandel, Schlepper, Schlepperbanden, Grenze, US-Grenze, Ausweis, Migration, Migranten, Minderjährige