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Rumänien: Jubiläum 1. Mai – 10 Jahre EU-Osterweiterung

 
Meldung vom 02.05.2014

Vor zehn Jahren traten acht mittel- und osteuropäische Staaten der Europäischen Union bei. Der Beitritt wurde mit großen Sorgen verfolgt. Unterm Strich hat er sich aber auch für Deutschland bezahlt gemacht.

Um den zweifelnden Deutschen die Osterweiterung als etwas Positives nahezubringen, scheute die Bundesregierung vor zehn Jahren keine Bemühungen und Kosten. Zum 1. Mai 2004 traten acht osteuropäische Staaten der EU bei – Polen, Tschechien, Ungarn, die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten. Die Bundesregierung finanzierte damals in eine aufwendige Werbe-Kampagne für das Beitrittsprojekt. Drei Jahre später, am 1. Januar 2007, traten auch Bulgarien und Rumänien bei.

Doch den Ängsten zum Trotz ist die Osterweiterung wirtschaftlich gesehen für viele Menschen ein Segen geworden. Deutschland ist dadurch in mehrer Hinsicht begünstigt – politisch durch mehr Stabilität – wirtschaftlich durch blühenden Handel, qualifizierte Zuwanderer und eine immer bessere Vernetzung der Lieferketten.

Nicht alles wurde mit einem Schlag am 1. Mai 2004 anders. Die osteuropäischen Beitrittsländer waren bereits vor ihrer Mitgliedschaft über Freihandelsabkommen mit der EU verbunden. Bei der Zuwanderung wurden die Beschränkungen erst schrittweise aufgeweicht und es wurde eine siebenjährige Übergangsfrist anberaumt. Dennoch ist der 1. Mai 2004 als ein Dreh- und Angelpunkt zu sehen.

„Die Osterweiterung macht die deutsche Wirtschaft robuster gegen Krisen“, versichert Gabriel Felbermayr, Forschungsdirektor für Außenhandel am Münchener Ifo-Institut. Deutsche Autohersteller und Maschinenbauer erhalten inzwischen viele ihrer Zulieferprodukte aus Polen, Ungarn oder der Slowakei. Durch die Auslagerung von Teilen der Produktion nach Osteuropa habe man sich einen Puffer eingerichtet, sagt Felbermayr. Bei Konjunktureinbrüchen kann die Produktion dort schnell angehalten werden. „Das stabilisiert die Beschäftigung in Deutschland.“ Diesen Vorgang habe man während der Finanzkrise wahrnehmen können: Damals knickten die Exporte der deutschen Wirtschaft dramatisch ein – gleichzeitig verringerten sich aber auch die Importe aus Osteuropa im selben Umfang. Damit konnten die Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft reduziert werden.

Inzwischen bemüht sich auch die Ex-Sowjetrepublik Moldau stark um einen EU-Beitritt. Das Land hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2019 alles für den Anschluss Nötige zu erfüllen. Das erklärte der moldauische Ministerpräsident Iurie Leanca bei einem Treffen mit seinem rumänischen Kollegen Victor Ponta. Er habe dieses „äußerst wichtige, ehrgeizige, aber machbare Ziel“ zusammen mit Ponta ins Auge gefasst, sagte Leanca weiter.

Ponta und Leanca waren zusammengetroffen, um die seit Montag (28.04.2014) geltende Visumfreiheit für moldauische Reisende in den grenzkontrollfreien Schengen-Raum feierlich zu begehen.

Ponta versicherte, Rumänien befürworte die moldauischen Bestrebungen zur Annäherung an die EU „ohne Hintergedanken“. Von russischer Seite hagelte es immer wieder Kritik angesichts der Möglichkeit, dass die zu 60 Prozent von ethnischen Rumänen bewohnte Moldau eine Vereinigung mit Rumänien anstrebe. Angetrieben von der Ukraine-Krise will Moldau nun auf dem Weg in die EU aufs Gaspedal drücken.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Handelsblatt“, handelsblatt.com

Schlagwörter: Rumänien, Osterweiterung, EU, EU-Beitritt, Jubiläum, 1. Mai, Wirtschaft, Stabilität, Polen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Litauen, Estland, Lettland, Zuwanderer, Übergangsfrist, Krise, Republik Moldau, Schengen-Raum, Ukraine-Krise, Russland, Victor Ponta, Iurie Leanca