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Hunger: Syrien, Südsudan, Zentralafrika – Gleich drei Krisen gleichzeitig

Meldung vom 21.05.2014

Mit gleich drei Krisen auf der höchsten Notstandsstufe muss das Welternährungsprogramm derzeit umgehen. Die Rede ist von Syrien, Südsudan und Zentralafrika. Zugleich wird es immer schwieriger, Spenden einzubringen, erklärte Ralf Südhoff, Leiter des Berliner Büros der Organisation.

In der Welt spielen sich derzeit gravierende Konflikte ab, vor allem in Syrien und im Südsudan. Nun müsse auch noch Serbien und Bosnien mit Hochwasser kämpfen. Als Mensch könne man sich normalerweise „nur auf eine Krise konzentrieren“, doch als Hilfsorganisation müsse das Welternährungsprogramm überall eingreifen, sagte Südhoff. „Es ist eine einmalige Situation, dass wir mit Syrien, Zentralafrika und dem Südsudan drei ganz große Krisen gleichzeitig haben.“ Es sei das erste Mal für die UN, dass sie für drei Krisen gleichzeitig die höchste Notstandsstufe ausrufen musste. „Das hat es so noch nie gegeben.“ Jetzt ereignete sich auch noch eine Überschwemmung auf dem Balkan.

Für die Bürger ziehen sich manche Krisen in den Medien zu lange hin und sie sind darüber frustriert, der Krieg in Syrien währt schon vier Jahre. „Aber für die Menschen vor Ort ist die Katastrophe jedes Jahr noch schlimmer“, vermittelte Südhoff. „Sie haben alles verloren.“ Für Hilfsorganisationen sei es „immens schwierig“ für solche Krisen noch Spenden zu generieren. „Der private Spender spendet nicht gerne für den arabischen Raum, weil er glaubt, es dort nicht durchschauen zu können.“

Daher seien vor allem die Regierungen gefragt. Allein im Südsudan seien 40 Millionen US-Dollar mehr im Monat notwendig. Die Not wie im Südsudan könne man mit schneller Hilfe noch „eindämmen, damit sie keine Katastrophe wird“. Schon jetzt seien viele Menschen nur noch über den Luftweg zu versorgen. „Wir müssen trommeln dafür, dass diese Menschen nicht vergessen werden.“ In Serbien und Bosnien habe die Organisation mit einigen Transportflügen wichtige Materialien, Geräte und Nahrungsmittel in die überfluteten Regionen gebracht, berichtet Südhoff.

Südhoff machte auf einen „immens gestiegenen Bedarf“ an humanitärer Hilfe aufmerksam. Vor 20 Jahren konnte das Welternährungsprogramm zwei Drittel seines Geldes in langfristige Projekte investieren, die nachhaltige Entwicklungshilfe gewährleisteten. Wegen immer mehr Naturkatastrophen und Kriegen in der Welt bliebe der Organisation nichts anderes übrig, als zwei Drittel für akute Nothilfe zu verwenden.

Die Lage in Syrien ist zu einem zähen, lang andauernden Konflikt geworden. Südhoff erklärt: „In Syrien können wir rund vier Millionen Menschen derzeit unterstützen in einer Situation, wo in vielen Teilen des Landes Krieg herrscht, wo es belagerte Städte gibt und so weiter. Wir haben über 3.000 Lastwagen jeden Tag auf der Straße, die durch Straßenblockaden kommen müssen und so weiter. Ich betone das deswegen so, weil der Eindruck ja zu Recht entstehen kann, dass man viele Menschen nicht erreichen kann in Syrien. Das sind auch schätzungsweise 400.000, 500.000, 600.000 Menschen in diesen belagerten Städten.“

Zudem hebt Südhoff die Lage im Südsudan hervor. Die Regierungen müssten sich jetzt um das Leid dort kümmern. Es handelt sich dabei um eine klassische Krise in der Hinsicht, dass mehrere Faktoren zusammenspielen. In Zukunft würden immer mehr Krisen nach dem gleichen Muster ablaufen. Dabei geht es um mangelnden Niederschlag, Dürre und Ausfall der Ernten, zudem gibt es Gewalt und Bürgerkrieg.

Die Sicherheitsprobleme bedingten, dass auch die Hilfsorganisationen nur schwer zu den Notleidenden vordringen können. Solche Krisen kann man nur eingrenzen, wenn man ganz schnell aktiv wird. Nur durch schnellen Einsatz kann man der Katastrophe vorbeugen. Sonst müsse man „Milliarden von Summen aufwenden“, da man dann den Menschen „nur noch aus der Luft helfen kann“. Der Lufteinsatz ist „35mal so teuer“, als wenn man rechtzeitig eingreift und mit Lastwagen Nahrungsmittel zu den Menschen transportiert, sie ordentlich lagert, und vor allem auch Saatgut austeilt, welches die Betroffenen aus der Not heraus zumeist aufgegessen haben, sagt Südhoff. „Wenn Sie jetzt schnell handeln, dann können Sie die Krise noch eindämmen. Ansonsten droht – wir haben gerade eine Erhebung gemacht – in wenigen Monaten eine Hungersnot in wichtigen Teilen des Landes“, warnt Südhoff.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Deutschlandfunk“, dradio.de

Schlagwörter: Hungerhilfe weltweit, Hunger, Krise, Syrien, Südsudan, Zentralafrika, Krieg, Dürre, Naturkatastrophe, Hilfsgelder, humanitäre Hilfe, Niederschlag, Dürre, Regen, Ausfall, Ernte, Saatgut, Lebensmittel, Hilfsgüter, Transport, Lagerung, Bürgerkrieg, Hungersnot