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Indien: Vereidigung des neuen Premierministers

 
Meldung vom 27.05.2014

Zur Vereidigung Narendra Modis in Indien erschienen zahlreiche Staats- und Regierungschefs anderer südasiatischer Länder. Modi hat nun das Amt des 15. Premierminister Indiens angetreten. Besonders fiel bei der Zeremonie am Montag (26.05.2014) in Neu Delhi auf, dass auch der Regierungschef des verfeindeten Nachbarn Pakistan anwesend war. „Ich bringe die Nachricht vom Frieden mit“, verkündete Nawaz Sharif der indischen Agentur IANS. Nie zuvor war ein Premierminister der beiden Nachbarländer bei der Amtseinführung des anderen erschienen.

Die beiden Atommächte Indien und Pakistan verwickelten sich bereits in drei Kriege gegeneinander. Erst im vergangenen Jahr kamen bei Gefechten Soldaten auf beiden Seiten der Kontrolllinie ums Leben. „Dialog ist der einzige Weg, die bilateralen Angelegenheiten zu lösen“, versprach Sharif demnach weiter. Die Gesten der beiden Regierungschefs – die Einladung Modis und die Annahme Sharifs – konnte man als wichtige Signale für die Zukunft verstehen. Sie waren von Analysten als möglicher Neubeginn der Beziehungen gedeutet worden.

Neben Sharif kamen erstmals auch die Präsidenten aus Afghanistan, den Malediven und Sri Lanka, die Premierminister aus Bhutan, Mauritius und Nepal sowie die Parlamentssprecherin aus Bangladesch der Einladung nach. Am Dienstag wollte Modi mit jedem in kurze Einzelgespräche treten.

Bei dem Austausch mit Sharif könnte Modi vor allem seine Sorgen in Bezug auf Terrorismus aus Pakistan ansprechen und die gefährdete Sicherheit an der Grenze thematisieren, meinte Neelam Deo, Direktorin der Denkfabrik Gateway House in Mumbai. Indien kritisiert Pakistan immer wieder, nicht ausreichend gegen die Terrornetzwerke durchzugreifen. Auch die Attacken in Mumbai im Jahr 2008 gehen nach Indiens Standpunk auf das Konto pakistanischer Extremisten.

Bei der Zeremonie legten auch zahlreiche Minister und Staatsminister ihren Eid ab. Die neue Regierung soll deutlich kleiner ausfallen als die bisherige, die 71 Minister und Staatsminister umfasste. Damit soll der Staatsapparat deutlich schrumpfen und so auch die Ausgaben. Mit der Zusammenlegung von Aufgabenbereichen könne schneller agiert und besser koordiniert werden, sagte Modi in sozialen Netzwerken. Wer welches Ministerium zugeteilt bekommt, stand noch nicht fest.

Modis hindu-nationalistische BJP hatte die Parlamentswahlen in der größten Demokratie der Welt mit absoluter Mehrheit für sich entscheiden können. Der 63-Jährige hatte der indischen Bevölkerung eine Rückkehr zu starkem Wirtschaftswachstum und den Aufstieg Indiens zu einer Weltmacht in Aussicht gestellt.

Zu den Feierlichkeiten kamen fast 4.000 Gäste im Vorhof des Präsidentenpalastes zusammen, laut indischen Medien so viele wie nie zuvor. Unter den Gästen waren auch der Bollywood-Superstar Salman Khan und Industrie-Magnaten sowie das Kricket-Idol Sachin Tendulkar.

Mehr als 10.000 Soldaten und Paramilitärs sorgten dafür, dass die Umgebung in eine Hochsicherheitszone verwandelt wurde. Es herrschte ein Überflugverbot und Scharfschützen lagen auf Dächern in schussbereiter Position. Laut IANS waren die Sicherheitsstandards auch deswegen so verschärft worden, weil erst am Freitag (23.05.2013) ein indisches Konsulat in Afghanistan attackiert worden war.

Am frühen Morgen hatte Modi bereits das Mausoleum des Unabhängigkeitskämpfers Mahatma Gandhi aufgesucht und ihm die Ehre erwiesen. Danach machte er Station bei dem Haus von Atal Behari Vajpayee, dem BJP-Premierminister von 1998 bis 2004, um sich dessen Segen erteilen zu lassen.






Quelle: „Blick“, www.blick.ch

Schlagwörter: Indien, Narendra Modi, Vereidigung, Amtseid, Zeremonie, Gäste, Pakistan, Nawaz Sharif, Signale, Neubeginn, Terrorismus, Grenze, Sicherheit, Überflusgverbot, Scharfschützen, Wirtschaftswachstum, Weltmacht