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Indien: Zwei Milliarden neue Bäume sollen Luft verbessern

Meldung vom 30.07.2014

Ein großes Aufforstungsprojekt hat sich die indische Regierung vorgenommen. Die Anpflanzung von zwei Millionen Bäumen soll in dem von Smog geplagten Land für bessere Luft sorgen. Dabei will die indische Regierung Ökologie und Ökonomie vereinen: Um die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu verringern, sollen junge Leute für das Aufforstungsprogramm angestellt werden. Das soll bis zu 300.000 Arbeitsplätze für 15-24-Jährige schaffen und gleichzeitig dem Umweltschutz dienen.

Indiens Bevölkerung nimmt stetig zu. Ähnlich wie in China werden auch in Indien billige Arbeitsplätze in der Industrie zu Lasten der Natur geschaffen. Während China bereits Tower errichten will, die Luft und Wasser säubern, schlägt auch Indien neuerdings einen ökologischen Kurs ein.

Die Bäume sollen die Autobahnen säumen, meldet The Hindu aus Indien. Nitin Jairam Gadkari aus dem Ministerium für landwirtschaftliche Entwicklung in Indien erklärte: „Die Länge der National Highways im Land beträgt 100.000 km. Ich habe die offiziellen Stellen gebeten einen Plan zu entwickeln, um 2 Milliarden Bäume entlang dieser Strecken zu pflanzen. Das wird einerseits Jobs schaffen und andererseits die Umwelt schützen.“

Beides benötigt Indien dringend. Die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 beziffert sich 2010 immerhin auf 10,2 Prozent. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Die Regierung hatte es sich im vergangen Jahr zur Priorität gemacht, die junge Generation bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. Ein Ziel war es, die Arbeitslosenquote zu senken. Gerade in einem Land wie Indien, dessen Bevölkerungswachstum explodiert ist, bedeutet die Schaffung von Arbeitsplätzen eine große Herausforderung.

Das umweltfreundliche Aufforstungsprogramm dient nicht nur besseren Werten in der Statistik. Derartige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind extrem wirtschaftlich, verschönern die Straßen und reinigen die Luft.

Indien ringt wie andere asiatische Länder auch mit einer starken Luftverschmutzung, vor allem in den Städten. Die Belastung durch Feinstaub ist in Indien oft doppelt so stark wie in Europa.

Britische Forscher haben kürzlich ein Feinstaub-Experiment durchgeführt. Der Test vollzog sich vor Häusern im britischen Lancaster. Dabei wurde die Feinstaubbelastung mit und ohne Bäumen im Vorgarten gemessen.

Das Ergebnis: Bereits einige junge Birken im Vorgarten arbeiten wie ein Filter. Primär sind Stadtbewohner durch eine Staubbelastung durch Abgase und Bremsstaub gefährdet. Durch den Anbau einer Art Hecke konnte im Experiment 52 bis 65 Prozent weniger Staub in den Häusern festgestellt werden. Im Labor haben die Blätter der Birken dann das Geheimnis gelüftet. Die Blätter sind mit einer rauen Oberfläche mit kleinen Haaren ausgestattet. Daran bleibt der Staub kleben. So wird die Luft gefiltert. Bei der Untersuchung konnten besonders viele Partikel aus Metall auf den Blättern nachgewiesen werden.

Auch leidet Indien unter ständiger Wasserknappheit. Die Aufforstung dient somit auch dem Wasserhaushalt, denn durch Pflanzung von Bäumen wird Grundwasser gespeichert und Böden werden befestigt. Aktuell verschwinden laut indischer Regierung 60 Prozent des Regenwassers ungenutzt im Meer. Wenn nur 15 % davon aufgefangen und gespeichert werden können, würde das Ende der Wasserknappheit in Indien eingeläutet werden.




Quelle: „Deutsche Wirtschafts Nachrichten“, www.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Schlagwörter: Indien, Aufforstung, Bäume, Natur, Umwelt, Naturschutz, Arbeitsplätze, Pflanzung, Autobahn, Ökologie, Ökonomie, Industrie, Smog, Feinstaub, Feinstaubbelastung, Wasser, Wasserknappheit, Regenwasser, Ressourcen, Erneuerbare Energien, Bevölkerungswachstum, Jugendliche, Generation, Luftverschmutzung, Arbeitslosigkeit