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Global: Großer Ebola-Ausbruch in Westafrika

 
Meldung vom 31.07.2014

672 Menschen sind in Westafrika bislang der Krankheit Ebola zum Opfer gefallen. Auch Ärzte und Helfer haben sich infiziert. Vorurteile und Misstrauen machen es den Helfern schwer, gegen den bisher größten Ausbruch der Epidemie vorzugehen.

Meistens taucht erst das Fieber auf. Dann folgen Kopf- und Gliederschmerzen und ein Schwächegefühl. Symptome, die auch bei einer Grippe geläufig sind. Dann aber kommen Erbrechen, Durchfall, Ausschlag. Ebola schädigt Leber und Nieren. Bei einigen Infizierten endet es schließlich mit den gefürchteten inneren und äußeren Blutungen – Hämorrhagien. Deshalb heißt die Krankheit auch hämorrhagisches Fieber.

Je nach Typ des Ebola-Virus kommen 50 bis 90 Prozent der Infizierten ums Leben. Impfungen gegen Ebola werden gerade erst erforscht. Ein Heilmittel gibt es nicht. Das Überleben der Betroffenen kann lediglich durch eine medizinische Behandlung hinausgezögert werden: indem den Patienten, die durch Erbrechen und Durchfall ausgetrocknet sind, Flüssigkeit eingeflößt wird.

1.201 bestätigte Ebola-Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum 27.07.2014 erfasst. 672 Menschen haben sie nicht überlebt. Die Epidemie ist seit März von Guinea ausgehend nach Sierra Leone und Liberia gewandert. In der Millionenstadt Lagos in Nigeria starb ein Mann, der mit dem Flugzeug eintraf. Nachdem er während des Flugs von Liberia von heftigen Symptomen ergriffen wurde und nach der Landung am Flughafen ohnmächtig wurde, lieferte man ihn in eine Klinik ein. Er wurde dort isoliert. Doch die Behandlung kam zu spät.

Bei der Epidemie in Westafrika spricht man inzwischen von dem bisher größten bekannten Ebola-Ausbruch der Geschichte. Die medizinischen Helfer, Gesundheitsorganisationen und Behörden vor Ort sind völlig überlastet. Ärzte ohne Grenzen senden ein SOS: „Diese Epidemie ist beispiellos, sie ist ganz und gar nicht unter Kontrolle, und die Situation verschlechtert sich immer weiter“, meinte Einsatzleiter Bart Janssens.

Bisher konnte das grassierende Virus nicht eingedämmt werden. Nun müssen weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen: Zwei afrikanische Fluggesellschaften haben entschieden, die Flüge zu den Hauptstädten von Liberia und Sierra Leone zu streichen.

Gelangen Körperflüssigkeiten eines Erkrankten auf die Schleimhäute oder in Wunden eines anderen Menschen, ist eine Übertragung des Virus möglich. Über beschmutzte Oberflächen wie etwa dreckige Bettwäsche kann sich jemand ebenfalls anstecken, sofern die Viren über Schleimhäute oder Verletzungen in den Körper eindringen. Laut WHO konnten bei einem Mann, der die Ebola-Infektion überlebt hatte, allerdings noch 61 Tage später Viren in der Samenflüssigkeit nachgewiesen werden.

Zudem gibt es ein großes kulturelles Problem in Westafrika: Bei Beerdigungszeremonien lassen es sich die Trauernden nicht nehmen, den Toten immer wieder zu berühren. Dort verbreitet sich Ebola derzeit in einem nie gekannten Ausmaß. Das Rote Kreuz setzt derzeit alles daran, diese Infektionsquelle zu schließen: Junge Männer, die sich im Osten Sierra Leones normalerweise als Taxifahrer oder Bauarbeiter verdingen, übernehmen in voller Schutzkleidung die Beerdigung der Ebola-Opfer.

Aber auch jene, die vor Ort die Kranken versorgen, gehen ein hohes Risiko ein: In den vergangenen Wochen steckten sich einige Ärzte und medizinisches Personal mit Ebola an. Am Dienstag gaben Ärzte ohne Grenzen bekannt, dass Sheik Umar Khan an den Folgen der Krankheit gestorben ist. Er war einer der führenden Ärzte im Kampf gegen die Seuche. Nun wird er als nationaler Held gerühmt. Vor wenigen Wochen kam auch ein Arzt aus Uganda in Liberia ums Leben, und auf zwei US-amerikanische Helfer übertrug sich der Virus ebenfalls. Wie es zu dieser Ansteckung kam, ist ungeklärt.

Das medizinische Personal vor Ort ringt nicht nur ums Überleben der Patienten, sondern muss sich vielerorts auch mit Vorurteilen und fehlendem Vertrauen der Bevölkerung auseinandersetzen. Die meisten, die sich in ein Behandlungszentrum begaben, verließen es in einem Leichensack, erklärt der US-Arzt Billy Fischer. Das Misstrauen sei deshalb verständlich. Die größte Schwierigkeit bleiben die Vorurteile der Menschen gegenüber den Ärzten, sagt auch die Sprecherin des Roten Kreuzes in Afrika, Katherine Mueller. Menschen mit Ebola-Symptomen suchten oft Hilfe bei traditionellen Heilern statt in Gesundheitszentren.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Der Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Ebola, Epidemie, Westafrika, Infektion, Ärzte, Weltgesundheitsorganisation, Schutzkleidung, Sierra Leone, innere Blutungen, Opfer, Tote, traditionelle Heiler, Liberia, Ansteckung, Ausweitung