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Abwanderung von Gesundheitsfachkräften bedroht Afrika

Meldung vom 08.09.2006

Der Mangel an Ärzten und Pflegekräften in Industrieländern führt dazu, dass immer mehr qualifizierte Migranten ihre Heimatländer verlassen. Darunter haben vor allem die Gesundheitssysteme der afrikanischen Länder enorm zu leiden.

Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Weltbevölkerungsbericht 2006, den die Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) gemeinsam mit der UNFPA, dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, am 6. September in Berlin vorgestellt hat.

20.000 Fachkräfte verlassen jedes Jahr den afrikanischen Kontinent
„Es ist ein Skandal, dass gerade dort, wo die AIDS-Epidemie am schlimmsten wütet, so viele Ärzte und Krankenschwestern fehlen“, beklagte Renate Bähr, die stellvertretende DSW-Geschäftsführerin. Von den 600 Ärzten, die etwa in Sambia seit der Unabhängigkeit des Landes 1964 ausgebildet wurden, arbeiteten heute nur noch 50 im eigenen Land. Nach Meinung Bährs bleiben die Entwicklungsziele zu HIV/AIDS sowie der Mütter- und Säuglingssterblichkeit unerreichbar, wenn jährlich – wie bisher – 20.000 Fachkräfte aus Afrika abwanderten.

Krankenschwestern werden dringend gesucht
Insbesondere Krankenschwestern wandern aus ihren Heimatländern aus – aufgrund von schlechten Arbeitsbedingungen, mangelnden beruflichen Aufstiegschancen und nicht zuletzt niedrigen Löhnen. Ein Beispiel aus Ghana verdeutlicht das Problem: Im Jahr 2000 haben laut Weltbevölkerungsbericht doppelt so viele Krankenschwestern das Land verlassen wie dort im gleichen Jahr ausgebildet wurden. Zwei Jahre danach schätzte das ghanaische Gesundheitsministerium die Anzahl der offenen Stellen für Krankenschwestern und Pfleger auf 57 Prozent.

Dramatische Unterversorgung in afrikanischen Staaten
Die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder können eine solche regelmäßige Abwanderung nur schwer verkraften. Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Verhältnis von Krankenschwestern zur Bevölkerung (100 pro 100.000 Einwohner) wird in den Entwicklungsländern nicht annähernd erreicht. Beispielsweise kommen, so der Weltbevölkerungsbericht, in den afrikanischen Ländern Liberia und Uganda auf 100.000 Menschen weniger als zehn Krankenschwestern! Eine Verbesserung der Situation ist derzeit nicht in Sicht.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: zwd.info