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Äthiopien: Ein Land wird zum größten Aufnahmeland für Flüchtlinge in Afrika

Meldung vom 21.08.2014

Bis vor kurzem hat Kenia am meisten Flüchtlinge in Afrika aufgenommen. Doch nun ist Äthiopien an die Spitze gerückt. Ende Juli wurden in Äthiopien 629.718 Flüchtlinge registriert. In Kenia, das immer noch einer großen Anzahl an Flüchtlingen Obdach gewährt, lebten zum selben Zeitpunkt 575.334 Flüchtlinge und Asylsuchende.

Die größte Ursache für die anwachsenden Zahlen ist der aktuelle Bürgerkrieg im Südsudan, welcher Mitte Dezember letzten Jahres begann. 188.000 Flüchtlinge suchten seit Anfang dieses Jahres in Äthiopien Schutz. Momentan zählt Äthiopien insgesamt 247.000 südsudanesische Flüchtlinge im Land. Die größte Flüchtlingsgruppe in Äthiopien besteht somit aus Südsudanesen.

An zweiter und dritter Stelle rangieren Flüchtlinge aus Somalia (245.000) und Eritrea (99.000). Innerhalb der letzten sieben Monate erreichten rund 15.000 Eritreer und 3.000 Somalier Äthiopien.

Zusammen mit der äthiopischen Regierung und anderen Partnern bietet UNHCR Schutz und leistet humanitäre Hilfe in 23 Flüchtlingslagern und fünf Transitlagern. Drei Flüchtlings- sowie drei Transitlager wurden neu für Flüchtlinge aus dem Südsudan geschaffen. Die Camps sind mittlerweile alle überfüllt und die Einrichtung von zwei weiteren wurde in Angriff genommen. Während die Flüchtlinge darauf warten, die neuen Camps zu beziehen, wurden mehr als 18.000 Personen in drei provisorischen Lagern in der westlich gelegenen Region Gambella umquartiert.

Starker Niederschlag hat diese tief gelegenen Lager in den letzten Wochen allerdings unter Wasser gesetzt. In Mitleidenschaft gezogen wurde zusätzlich das Camp Leitchuor, wo die Lage am schlimmsten ist. An die 10.000 Flüchtlinge – das sind mehr als ein Fünftel der Campbewohner – leiden unter den Zuständen im Lager, dem Schlamm und der Feuchtigkeit. Viele Zelte und Unterkünfte sind überflutet, Toiletten wurden zerstört. Die Überflutungen bedeuten eine ernst zu nehmende Gefahr. Durch verunreinigtes Wasser könnten Krankheiten ausgelöst werden. Die Flüchtlinge sind mit den Zelten nun an höhere Stellen im Camp umgezogen.

UNHCR und Partnerorganisationen bemühen sich derzeit, das Camp zu trocken zu legen und das Wasser abzuleiten. Des Weiteren wird mit allen Kräften an der Errichtung des neuen Camps Nip Nip, drei Kilometer von Leitchuor entfernt, gearbeitet. Dort soll für bis zu 20.000 Flüchtlinge Platz sein. Betroffene Flüchtlinge werden an trockene Plätze im Camp verlegt und UNHCR händigt Hilfsgüter an Flüchtlinge aus, die ihr wenig Hab und Gut durch die Überschwemmung verloren haben.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „UNHCR“, unhcr.de (Pressemitteilung)

Schlagwörter: Äthiopien, Flüchtlinge, Aufnahme, Aufnahmeland, Asyl, Obdach, UNHCR, Flüchtlingslager, Flüchtlingscamps, Bürgerkrieg, überfüllt, humanitäre Hilfe, Zelte, Regen, Niederschlag, Krankheiten, Überschwemmung, Latrinen, Toiletten, Südsudanesen