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Nicaragua: Bergarbeiter in 800 Metern Tiefe verschüttet

Meldung vom 01.09.2014

In Nicaragua konnten 20 Bergleute nach einem Grubenunglück gerettet werden. Die illegale Goldmine im Nordosten war vor zwei Tagen eingestürzt. Die meisten der 27 verschütteten Bergleute konnten geborgen werden. Über einen Flaschenzug konnten 20 von ihnen am Freitag (29.08.2014) nacheinander an die Oberfläche gezogen werden.

Zwei konnten aus eigener Kraft in die Freiheit gelangen, fünf gelten nach wie vor als vermisst. Während einige Familien ihre Nächsten erleichtert umarmten, mussten andere weiter bangen.

Präsidentensprecherin Rosario Murillo versicherte aber am Freitag, man werde alles tun, damit die Vermissten „in den kommenden Stunden“ befreit würden. Der zusammengebrochene Schacht, in dem sie nach Gold gruben, befindet sich 800 Meter unter der Erde. Einige der Verschütteten konnten durch laute Schreie andere Kumpel auf ihren Standort aufmerksam machen. Die Geretteten waren größtenteils jünger als 30 Jahre und kamen erschöpft, sehr durstig und verschmutzt ins Freie.

Die Grube stürzte Donnerstagmorgen in einer entlegenen Bergregion im Nordosten des Landes ein, weshalb die Nachricht erst abends bei den Behörden einging. Die Öffnung zum nahe der Gemeinde Bonanza liegenden Stollen war nach heftigem Niederschlag durch einen Erdrutsch blockiert worden.

Der Rettungseinsatz von Soldaten, Polizisten und Bergleuten wurde durch schlechtes Wetter, Schlamm und Geröll behindert. Zunächst hatten sich Angehörige selbständig daran gemacht, den Zugang zum Stollen frei zu schaufeln, doch da sie selbst drohten, von den Schlammmassen verschüttet zu werden, mussten sie aufgeben. Die Behörden gehen davon aus, dass die fünf weiterhin vermissten Laien-Bergleute, sogenannte „Güiriseros“,in einen tiefen Schacht gefallen sein könnten.

Bei der Mine geht es um eine ohne offizielle Genehmigung betriebene Schürfanlage für Gold, die unter dem Namen Cerro El Comal geführt wird. Wie andere Stollen in der Gegend war auch dieser von den großen Firmen verlassen worden, später drangen dann Amateure in diese Stollen ein, um nach möglicherweise unentdeckten Goldadern zu graben.

In der Region um Bonanza liegen die größten Goldminen des Landes. Wegen des enorm gestiegenen Goldpreises, der sich im vergangenen Jahrzehnt verdreifachte, hat die illegale Suche nach den kostbaren Adern unter Tage erheblich zugenommen. Die Gegend erfuhr auch einen großen Zulauf: Die Bevölkerung von Bonanza vergrößerte sich innerhalb eines Jahrzehnts von 8.000 auf 40.000 Einwohnern. Schätzungen zufolge sind in der Region 6.000 „Güiriseros“ an der Arbeit. Das aus den Goldfunden generierte Geld dieser Bergbauamateure übersteigt zumeist weit den Durchschnittsverdienst ihrer Landsleute.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: donaukurier.de

Schlagwörter: Nicaragua, Gold, Goldmine, Bergbau, Bergarbeiter, Kumpel, verschüttet, Flaschenzug, Bergung, Rettungsarbeiten, Niederschlag, Goldadern, Suche, Amateure, Bonanza, Rosario Murillo, Goldpreis