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Somalia: Regierungstruppen nehmen Islamisten-Hochburg ein

Meldung vom 01.09.2014

Somalische Regierungssoldaten und Truppen der Afrikanischen Union (AU) haben eine Offensive gegen die Al-Schabaab-Miliz gestartet. Die Truppen haben eine der Hochburgen der Islamisten gestürmt und in ihren Besitz gebracht. Die Stadt Bulomarer, die sich etwa 160 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Mogadischu befindet, sei „befreit“, gab die AU-Mission in Somalia (Amisom) am Samstag (30.08.2014) an. In Mogadischu attackierten al-Schabaab-Kämpfer am Sonntag (31.08.2014) die Geheimdienstzentrale.

Regierungssoldaten und AU-Truppen hatten nach eigenen Angaben in der Nacht zum Samstag eine neue Militäroffensive gegen die al-Schabaab-Miliz begonnen. Augenzeugen hörten laute Detonationen und sahen einen Konvoi aus Panzern und gepanzerten Militärfahrzeugen, der Richtung Bulomarer fuhr.

Die somalische Regierung gab bekannt, die Rebellen hätten vor den vorrückenden Truppen die Flucht ergriffen. Das „nächste Ziel“ im Rahmen der Militäroffensive sei nun die Stadt Barawe. Sie ist der letzte verbliebene und strategisch wichtige Hafen im Griff der Milizen.

Über Barawe führt die al-Schabaab-Miliz vor allem Holzkohle in die Golfstaaten aus. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen erbeuten sie damit Gewinne von mindestens 25 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) pro Jahr. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich Regierungssoldaten und AU-Truppen bereits auf den Weg nach Barawe gemacht. Sicherheitskreise waren darüber informiert, dass Anfang September eine Offensive zur Rückeroberung der Hafenstadt gestartet wird.

Die Islamisten halten aber immer noch einige Gebiete besetzt, außerdem wird die Bevölkerung immer wieder in den Strudel der Gewalt verfeindeter Clan-Milizen und krimineller Banden gezogen. Die Islamisten versunsichern besonders Mogadischu immer wieder mit schweren Anschlägen auf Regierungsinstitutionen sowie auf Vertreter der UN und der AU.

Am Sonntag versuchten Kämpfer der Al-Schabaab-Miliz die Geheimdienstzentrale in Mogadischu zu stürmen. Nach Angaben aus Polizeikreisen ließen die Angreifer zunächst eine Autobombe explodieren und gerieten dann in ein heftiges Feuergefecht mit Sicherheitskräften. Dabei wurden nach Angaben von Polizeichef Mohamed Abudle alle vier Angreifer erschossen. Der Angriff sei damit „vereitelt“ worden, die Lage sei wieder „unter Kontrolle“.

Zu der Geheimdienstzentrale gehört auch ein Hochsicherheitsgefängnis. Man vermutet, die Kämpfer wollten einige ihrer Genossen befreien. In der Nähe steht auch der Palast von Präsident Hassan Sheikh Mohamud, der im Juli 2014 ebenfalls Ziel eines Angriffs wurde. Eine ähnliche Attacke auf den Präsidentenpalast wurde bereits im Februar gestartet, im Mai hatten die Milizen das Parlament im Visier.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at

Schlagwörter: Somalia, Offensive, Regierungstruppen, Afrikanische Union, Soldaten, Al-Schabaab-Miliz, Bulomarer, AU-Mission, Geheimdienstzentrale, Mogadischu, Barawe, Hafenstadt, Hochsicherheitsgefängnis