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Kenia: Bodyguards für Nashörner

 
Meldung vom 05.09.2014

In Kenia gleicht die Wilderei mittlerweile einem Krieg. Sie wird durch organisierte, schwer bewaffnete Verbrecherbanden durchgeführt. In Kenia leben nur noch rund tausend Nashörner. Nun wurde eine professionelle Anti-Wilderer-Einheit eingerichtet.

Die wie Soldaten gekleideten und bewaffneten Männer der Anti-Wilderer-Einheit in Kenia beginnen abends ihre Arbeit. Bei Sonnenuntergang machen sie sich mit ihren Gewehren auf den Weg. Auf dem Gelände des Ol-Jogi-Reservats beschützen sie Nashörner gegen Wilderer, notfalls mit Waffengewalt.

Benson Badiwa ist einer von ihnen, er bekämpft die Wilderer: „Es ist eine gefährliche Arbeit. Wenn man nicht aufpasst, bezahlt man mit dem Leben. Aber ich lasse mich nicht beirren. Ich denke nicht viel über die Risiken nach. Ich bin fest entschlossen, das zu tun, was ich tun muss, um das Leben eines Tieres zu schützen.“

Nicht nur der Tierschutz steht dabei im Fokus: Der Safari-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für das Land. Und die Arbeitslosigkeit in der Region ist weit verbreitet. Insgesamt 32 Männer haben allein in der Anti-Wilderer-Einheit einen gut bezahlten Job gefunden. Ihre Ausbildung erhielten sie von der Tierschutzbehörde und der Polizei; ihnen wurde der Status von Reservepolizisten verliehen.

Sie bewachen nicht nur die Nashörner, sondern setzen sich auch für Löwen, Elefanten und anderen Wildtiere ein. Die Nachfrage nach Horn und Elfenbein ist enorm, vor allem in China und Vietnam wird für diese Naturalien viel Geld ausgegeben. Die astronomischen Preise motivieren Wilderer, ein immer größeres Risiko einzugehen und mit äußerster Gewalt Jagd auf die Tiere zu machen. Ihre Methoden werden immer grausamer. Erst kürzlich wurde ein Wildhüter von einem Wilderer getötet.

Jamie Gaymer, Sicherheitsbeauftragter des Ol-Jogi-Reservats, sieht die Lage so: „Es klingt vielleicht verrückt, aber es ist wirklich ein Krieg. Ein organisiertes Verbrechen auf internationaler Ebene. Und das hier sind die Leute, die an der Front stehen, die ihr Leben riskieren müssen, um die Tiere zu beschützen.“ Nur noch rund tausend Nashörner grasen mittlerweile auf Kenias Steppen. Für ihr Überleben zu sorgen, ist ein Auftrag, der wichtig ist – und lebensgefährlich.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Kenia: Nashornschutz mit Waffengewalt




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Tagesspiegel“, tagesspiegel.de

Schlagwörter: Kenia, Wilderer, Nashörner, Horn, Elfenbein, Safari, Verbrecher, Tiere, Tierschutz, Anti-Wilderer-Einheit, Krieg, schwer bewaffnet, China, Vietnam, Abnehmer, Markt, Ol-Jogi-Reservat, Löwen, Elefanten, Wildtiere