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Indien: Hunderte Tote bei Überschwemmungen

Meldung vom 10.09.2014

Nach heftigem Monsunregen werden Indien und Pakistan von Überschwemmungen heimgesucht. Mehr als 350 Menschen kamen in den vergangenen Tagen in den Fluten ums Leben.

Große Teile der indischen Millionenstadt Srinagar sind überflutet. Soldaten und andere Helfer bemühten sich am Montag (08.09.2014), mit Booten und per Helikopter die von dem Wasser eingeschlossenen Menschen in beiden Ländern zu erreichen. Die meisten sitzen in den oberen Stockwerken ihrer Häuser oder auf Dächern fest. Sie sind von jeglicher Stromversorgung und frischem Wasser abgeschnitten, auch Telefonleitungen und Handynetze funktionierten nicht mehr.

Soldaten und Katastrophenhelfern gelang es, 28.000 Menschen im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir zu evakuieren. Das Verteidigungsministerium gab an, 4.000 Decken, 90 Zelte und 23.000 Liter Trinkwasser seien an die Menschen ausgehändigt worden.

Auch in Pakistan brachte die Armee Tausende Menschen in Sicherheit. Sie warfen per Hubschrauber Nahrungsmittel und Medikamente ab. Einstürzende Häuser und Erdrutsche begruben in Pakistan mindestens 200 Menschen unter sich. Die Opferzahl könne noch wachsen, sagte Reema Zubari von der nationalen Katastrophenhilfe in Islamabad. In Indien wurden bislang mindestens 150 Menschen durch die Katastrophe getötet.

Auf Pakistan könnte das Schlimmste noch zukommen, da die Wassermassen aus Indien noch ins Nachbarland abfließen. Im von Pakistan verwalteten Teil Kaschmirs, der Gilgit-Baltistan-Region sowie dem pakistanischen Punjab steht das Land schon meterhoch unter Wasser. Die Flüsse Chenab und Jhelum sind angeschwollen und haben allein in Punjab mehr als 10.000 Hektar Ackerland überschwemmt.

Besonders betroffen ist die indische Stadt Srinagar, wo 1,2 Millionen Menschen leben. Große Teile der Stadt im Kaschmir-Tal sehen aus wie ein schlammig brauner Morast, aus dem nur noch die Hausdächer hervorschauten. Alle Krankenhäuser Srinagars sind überflutet. In einigen Gebieten habe das Wasser einen Pegel von vier Meter erreicht, sagte Generalleutnant Subrata Saha. Ein Mann, der in der Nacht seine Hochzeitsfeier ausrichten wollte, klagte: „Alles ist verloren. Alles, was wir hatten, ist untergegangen. Wir haben nichts mehr.“

Vielerorts in Indien ist die Lage unüberschaubar, weil wegen der gekappten Kommunikationsleitungen kaum noch Informationen aus Kaschmir zu erhalten sind. Lokale Medien stufen das Unheil als die schlimmste Überflutung seit 60 Jahren ein. Premierminister Narendra Modi bezeichnete es eine „nationale Katastrophe“.




Quelle: „Lahrer Zeitung“, www.lahrer-zeitung.de

Schlagwörter: Indien, Monsun, Überschwemmung, Überflutung, Tote, Opfer, Ertrunkene, Erdrutsch, Armee, Katastrophe, Srinagar, Kaschmir, Fluten, Wasser, Schlamm, Strom