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Südsudan: Ein Ende des Krieges in Sicht? – Einheitsregierung beschlossen

 
Meldung vom 10.11.2014

Elf Monate nach dem Beginn der gewaltsamen Auseinandersetzungen im Südsudan ist ein Hoffnungsschimmer erschienen. Präsident Salva Kiir und der Rebellenführer Riek Machar unterschrieben eine Vereinbarung zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. „Wir haben uns dazu verpflichtet, den Krieg mit sofortiger Wirkung zu beenden“, versicherte Kiir.

Beide Streithähne wollten die Waffen umgehend niederlegen, heißt es in einer am späten Freitagabend (07.11.2014) verbreiteten Mitteilung der ostafrikanischen Regionalgemeinschaft IGAD. Die Einigung wurde in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ausgehandelt.

Sie kam zustande im Zuge eines zweitägigen Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der Region. Dort versammelt hatten sich auch die Präsidenten Ugandas, des Sudans, Somalias und Kenias. Sie kündigten Sanktionen an, sollte die Vereinbarung nicht innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden. Die möglichen „scharfen Maßnahmen“ umfassen unter anderem Reiseverbote, ein Waffenembargo und das Einfrieren von Geldern.

Über die Einzelheiten einer Bildung der Einheitsregierung soll in den kommenden 15 Tagen weiter verhandelt werden. Machar gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die genaue Machtaufteilung bald geklärt sein werde. „Die Menschen, die im Südsudan sterben, sind unser eigenes Volk. Wir müssen tätig werden, um die Kämpfe zu stoppen“, betonte Kiir.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich erfreut über die Einigung. Beide Seiten müssten der Verpflichtung zum Frieden nun auch entsprechen und einen „bedeutsamen Dialog“ anstoßen, der an die Wurzeln des Konfliktes geht, verlangte Ban.

Die IGAD übte weiterhin Druck aus, indem sie ein militärisches Eingreifen nicht ausschloss, sollte künftig nicht auf Gewalt verzichtet werden. „Wir werden direkt intervenieren, um Leben zu retten“, unterstrich Chefvermittler Seyoum Mesfin. „Wir werden alle nötigen Maßnahmen ergreifen, damit die Vereinbarung umgesetzt wird, und wir werden alle nötige Unterstützung leisten.“

Derweil wird die Situation der vielen Flüchtlinge in den Auffanglagern immer unerträglicher. Besonders in der Region bei Bentiu, dem Erdölgebiet, versinken die Flüchtlingslager wegen der Regenzeit im Morast. Seuchen und Krankheiten drohen. Hilfsorganisationen senden einen dringenden Notruf wegen einer drohenden Hungersnot aus.






Quelle: „Märkische Online Zeitung“, www.moz.de

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