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Haiti: Erneut Demonstrationen gegen Martelly

Meldung vom 20.11.2014

In Haiti demonstriert die Bevölkerung gegen den Präsidenten Michel Martelly. Bei einem Anti-Regierungsprotest, bei dem am Dienstag (18.11.2014) Tausende durch Teile der haitianischen Hauptstadt marschierten, brach Gewalt aus. Dabei wurden offenbar drei Menschen angeschossen.

Die Demonstration begann friedlich, als sich in den Slums mehrere Tausend Menschen dem Protestmarsch anschlossen. In den Armenvierteln gibt es sehr viele Regierungsgegner. Als die Demonstranten durch einen Stadtteil gingen, der von Regierungsanhängern bewohnt wird, begannen gewaltsame Ausschreitungen. Pro-Regierungs-Bewohner schrien und warfen Steine, die Gegenpartei nahm ebenfalls Steine zur Hand.

Während das Handgemenge sich schnell ausweitete, wurde ein Journalist Zeuge, wie drei Menschen offenbar durch Schüsse niedergestreckt wurden. Eine Person wurde in den Hals getroffen und erlitt eine gefährliche Verwundung. Die beiden anderen wurden an Arm und Bein getroffen.

In der Menschenmenge, die sich zwischen den Betonsteinhäusern drängte, entstand eine Panik. Offiziere der haitianischen Nationalpolizei setzten Tränengas ein und vertrieben damit die meisten Demonstranten. Polizeisprecher Frantz Lerebours und andere Behörden äußerten sich nicht zu der Gewalt oder zu Festnahmen.

Auch nach dieser gewalttätigen Ausschreitung führten fast 1.000 Demonstranten ihren Marsch am Dienstag fort und verlangten Martellys Rücktritt. Sie kämpfen für ihr Recht, endlich zu den lang verzögerten legislativen und kommunalen Wahlen gehen zu können. Präsident Martelly hatte mehrfach versprochen, dass Wahlen abgehalten werden. Schon im Jahr 2011 hätten Wahlen für eine Mehrheit der Sitze im Senat, das gesamte Abgeordnetenhaus und lokale Büros stattfinden sollen. Dies ist aber aus verschiedenen bürokratischen, politischen und logistischen Schwierigkeiten nie geschehen.

Die Abgeordnetenkammer hat zwar ein notwendiges Wahlgesetz genehmigt, dieses wurde aber im Senat blockiert, weil sechs Senatoren das Gesetz als verfassungswidrig einstufen. Das Wahlgesetz begünstige die Regierung. Beamte der Regierung machen die sechs Senatoren für die Schach-Pattsituation verantwortlich. Sie rechtfertigen sich, dass die Regierung Wahlen abhalten wolle, dies aber nicht könne.




Quelle: „Karibik News“, www.karibik-news.com

Schlagwörter: Haiti, Demonstration, Proteste, Gewalt, Schüsse, Michel Martelly, Wahlen, Port-au-Prince, Polizei