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Global: Taliban stürmen Schule und erschießen mehr als 130 Kinder

 
Meldung vom 19.12.2014

Die Taliban haben nahe der afghanischen Grenze in Pakistan ein Blutbad angerichtet. Die Islamisten haben eine Schule in Peshawar gestürmt und mindestens 132 Kinder erschossen. Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala ist entsetzt: „Es bricht mir das Herz.“

Islamistische Taliban sind in eine Schule in der pakistanischen Millionenstadt Peshawar eingedrungen und haben ein Massaker angerichtet. Dabei seien mindestens 141 Menschen umgebracht worden, darunter 132 Kinder, meldete am Abend die pakistanische Zeitung Dawn. Mehr als 250 Menschen trugen Verletzungen davon.

Die pakistanischen Taliban zeigten sich für die Gräueltat verantwortlich und nannten sie eine Vergeltung für eine seit Monaten laufende Militäroffensive in ihren Stammesgebieten. Der Angriff bedeutet das schlimmste Massaker in dem Land seit vielen Jahren.

Die Armee setzte der Geiselnahme nach stundenlangen Feuergefechten ein Ende. Alle sechs Angreifer wurden erschossen, teilten Sicherheitskräfte mit. Die Extremisten waren vormittags in die vom Militär geführte Schule gerannt und hatten etwa 500 Schüler und Lehrer als Geiseln festgehalten. Man geht davon aus, dass die Opferzahl noch nach oben korrigiert werden muss.

Ein Sprecher der pakistanischen Taliban begründete das Massaker in örtlichen Medien. „Wir haben die Armee-Schule für den Angriff ausgewählt, denn die Regierung geht gegen unsere Familien und Frauen vor. Sie sollen unseren Schmerz spüren.“ Die Armee bekämpft in den Stammesgebieten im Grenzgebiet zu Afghanistan radikalislamische Gruppen. Dabei wurden nach Regierungsangaben Tausende Extremisten umgebracht und zur Flucht gezwungen. Die pakistanischen Taliban gehen gegen die Regierung vor und fordern einen muslimischen Gottesstaat.

Eine Lehrerin bezeugte, dass Schüler der oberen Klassen eine Prüfung schrieben, als die Terroristen ins Klassenzimmer stürmten und ein Kind nach dem anderen erschossen. Im Fernsehen wurde ausgestrahlt, wie Soldaten Schüler in Sicherheit brachten. Kinder in ihren Schuluniformen mit grünen Pullovern über der traditionellen Kleidung flohen geschockt ins Freie. Blutüberströmte Schüler und Lehrer wurden aus der Schule getragen.

Die Schule hat mehr als 1.000 Schüler und bietet Unterricht für Altersstufen vom Grundschulalter bis zur Oberschule. Die Armee unterhält mehr als 120 dieser Einrichtungen in ganz Pakistan. Sie sind bei Eltern aufgrund ihrer hohen Bildungsstandards sehr gefragt. Schulen, besonders solche auch für Mädchen, geraten in Pakistan immer wieder ins Visier der Extremisten. Sie sind aus deren Sicht ein Biotop für „westliche Dekadenz“ und verbreiteten „unislamische“ Lehren.

Ministerpräsident Nawaz Sharif bezeichnete den Angriff eine nationale Tragödie und verhängte eine dreitägige Staatstrauer. „Das sind meine Kinder. Es ist mein Verlust.“ Das Militär würde aber im Kampf gegen die Taliban keinen Zentimeter weichen. Kurz darauf flog die Luftwaffe zehn Bombenangriffe in der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, offenbar als Racheaktion.

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai nannte das Massaker „grauenhaft und feige“. „Dieser sinnlose und kaltblütige Terrorakt in Peshawar, der sich vor unseren Augen abspielt, bricht mir das Herz“, sagte die 17-Jährige in ihrem Exil in London.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Welt Online“, welt.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Taliban, Schüler, Peshawar, Schule, Blutbad, erschossen, Massaker, Geiselnahme, Racheaktion, Vergeltung, Malala Yousafzai, Nawaz Sharif, Islamisten, Terrorismus, Attentat, Feuergefecht, Luftangriff, Khyber-Pakhtunkhwa