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Indien: Christenverfolgung nimmt zu

Meldung vom 05.02.2015

Bei der Diskriminierung und Verfolgung von Christen gerät weltweit hauptsächlich die Bedrohung durch den islamischen Extremismus ins Blickfeld. Dabei werden die Übergriffe etwa durch Hindu-Nationalisten in Indien kaum beachtet. In dem Land mehren sich die Anfeindungen gegen Christen und Anhänger anderer religiöser Minderheiten, seit die national-hinduistische Bharatiya Janata Partei (BJP) nach ihrem Wahlsieg im vorigen Jahr regiert.

So wurden seit Dezember in der Hauptstadt Neu Delhi fünf Attacken auf Kirchen gemeldet. Zuletzt stürmten Täter die katholische Alphonsa-Kirche und warfen Hostien auf den Boden. Wie der katholische Informationsdienst Ucanews am 2. Februar meldet, gehen Beobachter davon aus, dass die radikal-hinduistische Gruppe Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) hinter den Übergriffen steckt. Bei dieser militanten Untergruppierung der BJP sollen mehr als 5.000 Aktivisten mitwirken. Sie sind bereits in über 60 Kirchen eingedrungen.

Der Generalsekretär des Gesamtindischen Christenrates, John Dayal (Neu Delhi), wandte sich an Premierminister Narendra Modi mit der Bitte, die Angriffe zu tadeln und zu verbieten. Modi ist Anhänger der Hindutva-Ideologie, der Vereinigung aller Hindus. Muslime und Christen können danach nur akzeptiert werden, wenn sie sich dem Hinduismus als Leitkultur unterordnen. Die BJP war bereits von 1998 bis 2004 an der Macht. Auch damals häuften sich die Angriffe auf Christen.

Die Kommission für Religionsfreiheit der Indischen Evangelischen Allianz hat allein im Dezember 2014 einunddreißig Übergriffe auf Christen verzeichnet. Im ganzen Jahr 2014 kam es zu 144 Vorfällen, jedoch müsse man eine große Dunkelziffer befürchten. Nach Angaben des Verfolgungsberichts des Katholisch-Christlichen Säkularen Forums sind 2014 fünf Christen aus religiösen Gründen umgebracht worden; mehr als 300 Geistliche wurden Ziel von Attacken. Insgesamt seien mehr als 7.000 antichristliche Anfeindungen gezählt worden.

Besonders schlecht zeichnet sich die Situation für Christen im östlichen Bundesstaat Chhattisgarh ab. Nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation International Christian Concern ist die Verfolgung seit der Machtübernahme der BJP gestiegen. Unter anderem hätten katholische Schulen in Chhattisgarh die Anordnung erhalten, Bilder der hinduistischen Göttin Saraswati aufzuhängen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „idea“, idea.de

Schlagwörter: Indien, Christen, Christenverfolgung, Anfeindungen, Übergriffe, Hindu-Nationalisten, Narendra Modi, Kirche, Bharatiya Janata Partei, Hindus, Hinduismus, Diskriminierung, Reliogion, Religionsfreiheit