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Südsudan: Wertlose Abkommen

Meldung vom 06.02.2015

Es ist schon das vierte Friedensabkommen, das Südsudans Präsident Salva Kiir und sein Gegenspieler Rieck Machar lächelnd unterzeichnen – und doch brechen zwei Tage später schon wieder die Kämpfe um die Ölfelder aus. Derweil schlittert mit vier Millionen Menschen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in eine Hungerkrise.

Die Unterschriften des südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir und seines Widersachers Rieck Machar waren kaum auf dem geduldigen Papier getrocknet, da wurden wieder die Waffen erhoben. Am 1. Februar haben Kiir und Machar zum nunmehr vierten Mal unter der Aufsicht der Regionalorganisation Igad versprochen, bis spätestens Juli 2015 eine Übergangsregierung aufzustellen, die Macht zu teilen und den Krieg, den sie am 15. Dezember 2013 losgetreten haben, zu beenden.

Am Dienstag (03.02.2015) geriet die Ölstadt Bentiu wieder unter Beschuss, und am gleichen Tag rief Rieck Machar zu einer neuen Gegenoffensive auf. In der gleichen Weise sind auch die Vereinbarungen zuvor schon gescheitert.

Der Igad-Chefunterhändler, Äthiopiens Außenminister Seyoum Mesfin, klang ausgelaugt, als er den beiden Politikern in Addis Abbeba für ihre Unterschriften dankte. Kenias Präsident Uhuru Kenyatta hielt seine Skepsis nicht zurück. Das, was sich Kiir und Machar seit einem guten Jahr leisten, „ist nicht, was das südsudanesische Volk von seinen Anführern erwartet hat“, kritisierte er. Doch den beiden Anführern ist das offenbar relativ egal.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Tagesspiegel“, tagesspiegel.de

Schlagwörter: Südsudan, Salva Kiir, Riek Machar, Friedensverhandlungen, Addis Abeba, Waffenruhe, Waffenstillstand, gebrochen, Bentiu, Beschuss, Gegenoffensive, Abkommen, Unterschrift, Igad, Bürgerkrieg, Hungersnot