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Afghanistan: Präzedenzfall – Die Mörder einer jungen Frau erhalten Todesstrafe

Meldung vom 07.05.2015

Ihr wurde angehängt, dass sie den Koran verbrannt habe. Unter diesem Vorwand wurde eine 27 Jahre alte Frau Ende März 2015 in Kabul von einem Mob zu Tode geprügelt. Nun hat ein afghanisches Gericht über vier an der Tat beteiligte Männer die Todesstrafe verhängt.

Wegen des Lynchmords an einer jungen Frau in Kabul hat ein afghanisches Gericht die härteste Strafe gegen vier Männer ausgesprochen. Sie sind zum Tode verurteilt. Richter Safiullah Modschaddidi gab am Mittwoch (06.05.2015) nach dreitägiger Verhandlung bekannt, die Verurteilten sollten gehängt werden. Acht weitere Angeklagte müssen eine Haftstrafe von jeweils 16 Jahren absitzen, 18 weitere wurden freigesprochen. Die Vorwürfe reichten von Ermunterung zu einer Straftat bis Mord.

Die 27 Jahre alte Frau war am 19. März nahe einer Moschee in der afghanischen Hauptstadt von einer großen Menschenmenge gelyncht worden. Ihre Leiche wurde anschließend angezündet und in einen Fluss geworfen. Die Menge hatte die Frau beschuldigt, den Koran verbrannt zu haben. Nach Angaben der afghanischen Polizei und der Vereinten Nationen war sie vor ihrer Ermordung vier Jahre lang in psychiatrischer Behandlung.

Mehrere Polizisten sollen bei der Tat zugesehen und nichts unternommen haben. Insgesamt wurden 49 Menschen inhaftiert, darunter 19 Polizisten. Die Urteile gegen die Polizisten wegen „Pflichtverletzung“ sollen am Sonntag erfolgen. Der Mord war im In- und Ausland mit Empörung aufgenommen worden. Der afghanische Präsident Ashraf Ghani bezeichnete das Verbrechen bald nach Bekanntwerden als einen „Akt extremer Gewalt“ und verurteilte Selbstjustiz. Er berief eine Untersuchungskommission ein.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Afghanistan, Lynchmord, Frau, Todesstrafe, Justiz, Präzendenzfall, Urteil, Strang, erhängt, Haftstrafe, Richter, Gericht, Koran, Koranverbrennung, Kabul, Mob, Ashraf Ghani, Frauen, Gender, Gewalt, Unterdrückung