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Afghanistan: Entführer verlangen Rückkehr von konvertiertem Christen

Meldung vom 18.10.2006

In Afghanistan haben die Entführer des italienischen Fotoreporters Gabriele Torsello (34) ein Ultimatum gestellt. Sie fordern, dass der zum Christentum übergetretene Afghane Abdul Rahman, dem im vergangenen März in Italien Asyl bewilligt wurde, in seine Heimat zurückgebracht wird.

Wenn Rahman nicht in den nächsten Tagen nach Afghanistan zurückkehre, werde der vergangene Woche verschleppte Italiener getötet. Das erklärten die Entführer in einem Telefonat mit einem Spital der italienischen Organisation „Emergency“ in Afghanistan.

Der Fall des 40-jährigen Abdul Rahman hatte im vergangenen Frühjahr weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Der frühere Muslim wurde nach seinem Übertritt zum Christentum in Afghanistan inhaftiert. Ihm drohte dort die Todesstrafe. Nach massivem westlichen Druck durfte er nach Italien ausreisen und wurde dort an einem geheimen Ort verborgen gehalten.

Die Identität der Entführer des italienischen Fotojournalisten, der für die Online-Zeitung „PeaceReporter“ (Friedensreporter) arbeitet, ist nach wie vor unklar. Jedoch sollen sie eigenen Angaben zufolge den Taliban nahe stehen, berichtete „La Repubblica“. Der Reporter, ein konvertierter Muslim, war in der Krisenprovinz Helmand im Süden Afghanistans verschleppt worden. Erst kürzlich waren zwei Mitarbeiter der Deutschen Welle in Afghanistan getötet worden.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen teilte mit, Torsello sei es gelungen, eine italienische Hilfsorganisation zu kontaktieren und durchzugeben, dass es ihm gut gehe. Er habe erklärt, er sei „in eine andere Gegend gebracht“ worden. Reporter ohne Grenzen äußerte sich sehr besorgt über die Entführung. Die Organisation rief dazu auf, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln um die Freilassung Torsellos zu bemühen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Basler Zeitung“, bazonline.ch