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Haiti: 5 Jahre nach dem Erdbeben – Kirchen immer noch baufällig

Meldung vom 01.07.2015

Die Kirchen in Haiti sind auch fünf Jahre nach dem verheerenden Erdbeben immer noch nicht wiederhergestellt. Die katholische Kirche in Haiti ist noch immer mit dem Wiederaufbau beschäftigt, manchmal auch überfordert.

Auf den Missstand in dem Karibikstaat machte der Bischof der haitianischen Diözese Jacmel, Launay Saturné aufmerksam. Er wandte sich mit seinem Anliegen an das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“.

Die Naturkatastrophe im Jahr 2010 brachte einen Großteil der pastoralen Strukturen im Karibikstaat zum Einsturz. Inzwischen wurden viele Kapellen und Kirchen wiederhergerichtet. Dennoch sind für Bischof Saturné zahlreiche Probleme noch offen. Viele Kirchen sind noch immer beschädigt und drohen, einzustürzen. Sie können nicht betreten werden. Zahlreiche Gottesdienste werden in Zelten und anderen provisorischen Unterkünften abgehalten. „Aber selbst wenn die Gebäude der Kirche zerstört sind, der Glaube der Katholiken ist nicht zerstört“, meinte der Bischof optimistisch.

Selbst die große Kathedrale von Jacmel ist derzeit für Besucher noch gesperrt. „Seit fünf Jahren feiern wir die heilige Messe in einem völlig ungeeigneten Saal. Wir brauchen würdige Räume für den Gottesdienst“, beschwert sich Bischof Saturné.

Den gleichen Stellenwert wie der Wiederaufbau der Kirchengebäude hat für Launay Saturné die Sorge um die Menschen in Haiti. In jüngerer Vergangenheit wurden Ordensleute attackiert. Von November 2014 bis Februar 2015 sind mehr als 20 religiöse Gemeinschaften überfallen und geplündert worden. Die haitianische Bischofskonferenz reagierte darauf mit einer 24-stündigen Gebetswache. Haitianische Ordensleute führten Schweigemärsche durch und riefen einen „Tag des Mitleids“ aus, an dem alle Einrichtungen von Ordensleuten geschlossen blieben. Diese Maßnahmen haben Eindruck hinterlassen. Bischof Saturné zufolge ist seitdem weniger Gewalt gegen Ordensleute registriert worden.

Den wichtigsten Ansatzpunkt für diese „Wiederherstellung des Menschen“ sieht Bischof Saturné in der Ausbildung. „Wir brauchen viel mehr Orte der Ausbildung – angefangen von Kindergärten und Schulen bis hin zu Universitäten.“ Die katholische Kirche hat in Haiti großen Einfluss. 57 Prozent der neun Millionen Einwohner gehören dieser Denomination an.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Katholischer Nachrichtendienst“, kath.net

Schlagwörter: Haiti, Kirche, Katholische Kirche, Kathedrale, Kapellen, Gebäude, baufällig, Gottesdienste, Zelte, Jacmel, Launay Saturné, Erdbeben, Wiederaufbau, Bildung, Ausbildung, Kindergärten, Schulen, Universitäten, Ordensleute, Gewalt, Überfälle, Plünderung