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32 Todesopfer nach Beschneidungsritual

Meldung vom 22.07.2015

Die Beschneidungsrituale, die traditionell beim Übergang von Jungen ins Erwachsenenalter durchgeführt werden, haben in diesem Jahr in Südafrika bereits 32 Todesopfer gefordert. 150 Jugendliche mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben von Sifiso Ngcobo, Sprecher des Ministeriums für Tradition, seien die meisten Todesfälle auf unsachgemäße Handhabung bei der Beschneidung zurückzuführen. Manche Jungen starben aber auch an Schlägen, Dehydrierung und durch unhygienische Rahmenbedingungen.

Im vergangenen Jahr hatte eine Untersuchungskommission festgestellt, dass zwischen 2006 und 2013 rund 400 männliche Jugendliche bei derartigen Initiationsriten ums Leben gekommen waren. Außerdem mussten rund 500.000 Jungen im Krankenhaus behandelt werden, zum größten Teil aufgrund von Entzündungen nach der Beschneidung.

Die südafrikanische Regierung versucht, gegen die Missstände vorzugehen. Im Juni konnte die Polizei bei elf Jungen eine Zwangsbeschneidung verhindern. 150 nicht zugelassene Schulen, die auf die Initiationsriten vorbereiteten, wurden dieses Jahr geschlossen. In diesen von der Regierung nicht zugelassenen Schulen gibt es die meisten Todesopfer.

Von den 32 gestorbenen Jungen kamen 27 aus der Provinz Ostkap, in der Traditionen besonders streng eingehalten werden. Ostkap ist die Heimatprovinz des im Jahr 2013 verstorbenen früheren Antiapartheidskämpfers und ersten schwarzen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela. Hier wurden Jungen mit Kopfverletzungen und Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, einem Jungen fehlte ein Stück des Geschlechtsteils.

Die Beschneidung ist Abschluss und Höhepunkt eines mehrwöchigen Aufenthaltes in der Wildnis. In dieser Zeit, die in den südafrikanischen Winter fällt, werden die Jungen verschiedenen traditionellen und geheimen, teils sehr harten Prüfungen unterzogen.

„Dies ist eines der wichtigsten Rituale unserer Gesellschaft“, so Zolani Mkiva, der Sprecher des Xhosa-Königs Zwelonke Sigcawu. „Aber so wichtig die Tradition für uns auch ist, wir können uns doch keine Todesfälle durch dieses Ritual erlauben.“ Das Leben habe eine höhere Bedeutung als ein solches Ritual.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „n-tv“, n-tv.de

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