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Indien: Millionen streiken

Meldung vom 03.09.2015

Mehrere Millionen Inder haben am Mittwoch (02.09.2015) aus Protest gegen die Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen der Regierung von Premierminister Narendra Modi gestreikt. Zehn Gewerkschaften forderten die Menschen zu dem eintägigen Streik auf. Zuvor hatten Gespräche mit Finanzminister Arun Jaitley über die wirtschaftsfreundliche Politik der Regierung kein Resultat erzielt. Die Gewerkschaften verlangen, dass die Regierung ihre Pläne rückgängig macht, unproduktive Fabriken zu schließen und Anteile an staatlichen Firmen zu veräußern, um mit dem Geld den Staatshaushalt aufzubessern.

Man rechnet damit, dass 150 Millionen Arbeiter im Banken-, Industrie-, Bau- und Bergbausektor nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Viele Banken mussten geschlossen bleiben, während der Streik am Morgen im Nahverkehr bereits spürbar war, und große Menschenmengen an Bushaltestellen warteten.

Auch Tagelöhner, Hausangestellte und Straßenverkäufer sollten an den Protesten teilnehmen, um sich für eine Anhebung des Mindestlohns zu engagieren. Im östlichen Bundesstaat West Bengalen, wo die Gewerkschaften einen besonders großen Einfluss haben, kam das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen.

Der Hindunationalist Modi war im Mai 2013 mit dem Versprechen an die Regierung gekommen, die Wirtschaft zu deregulieren, um ausländische Investoren anzuziehen. Seine Entscheidungsträger machen darauf aufmerksam, dass Reformen dringend nötig sind, um Arbeitsplätze für die Millionen junger Leute zu generieren, die auf den Arbeitsmarkt drängen.

Die Gewerkschaften und die linke Opposition beschuldigen die Regierung dagegen, den großen Konzernen Vorteile zu verschaffen, Arbeitsplätze zu gefährden und die soziale Ungleichheit noch zu schüren. Wichtige Maßnahmen wie eine Steuer- und Landreform wurden im Parlament erst einmal abgelehnt.




Quelle: „Blick“, www.blick.ch

Schlagwörter: Indien, Streiks, Wirtschaftsreformen, Narendra Modi, Arbeitsmarkt, Verkauf, staatliche Firmen, Privatisierung, ausländische Investoren, Staatshaushalt, Arbeiter, Konzerne, Gewerkschaften, Oppostion, Mindestlohn