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Afghanistan: Taliban steinigen junge Frau

Meldung vom 04.11.2015

Im Internet kursiert ein Video, das erneut die Steinigung einer jungen Frau in Afghanistan dokumentiert. Sie wurde von den Taliban des Ehebruchs bezichtigt. Die Gouverneurin der Region Ghor bittet die Regierung, Frauen in Afghanistan besser zu schützen.

In dem Video ist eine etwa 19 bis 21 Jahre alte Frau in einem Erdloch zu sehen. Männer schleudern Steine auf den Kopf der wehrlosen Frau, die sich in dem Loch nicht bewegen kann. Afghanische Behördenvertreter erklären das Video für wahrheitsgetreu. In der etwa 30-sekündigen Aufnahme ist zu hören, wie die Frau, die den Angaben zufolge Rochsahana heißt, mit lauter und immer schriller werdender Stimme das muslimische Glaubensbekenntnis herausschreit.

Nach Angaben des Polizeichefs der Provinz Ghor, Mustafa Mohseni, wurde die Steinigung in einer von den Taliban kontrollierten Region durchgeführt. Die Hinrichtung soll sich vor einer Woche ereignet haben. Die Gouverneurin der Provinz, Seema Dschojenda, eine von nur zwei afghanischen Frauen im Gouverneursamt, kritisierte die Hinrichtung aufs schärfste. Dschojenda appellierte an die Regierung, in der Region militärisch zu intervenieren. „Das ist der erste Vorfall in dieser Gegend, aber es wird nicht der letzte sein“, betonte Dschojenda. Frauen seien massivem Druck ausgesetzt im ganzen Land, vor allem in Ghor.

Sie beschuldigte die Taliban, örtliche Religionsführer und verantwortungslose bewaffnete Kriegsherren des Verbrechens. Die junge Frau sei von ihrer Familie mit einem Mann zwangsverheiratet worden. Sie wollte dann aber mit einem anderen Mann fliehen. Der Mann, mit dem Rochsahana den Ehebruch begangen haben soll, wurde den Angaben zufolge nicht bestraft.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de

Schlagwörter: Afghanistan, Steinigung, Frau, Ehebruch, Taliban, Ghor, Gouverneurin, Seema Dschojenda, Frauenrechte, Scharia, Islamisten, Zwangsheirat, Rochsahana