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Afghanistan: Gute Gespräche mit den Taliban?

Meldung vom 22.04.2009

Die afghanische Regierung ist nach eigenen Angaben in Verhandlung mit den Aufständischen der radikalislamischen Taliban getreten und habe „gute“ Gespräche geführt. Es hätten sich Kontakte auf verschiedenen Ebenen ergeben und es bestünden einige Anzeichen dafür, dass Verhandlungen das Land in den Frieden führen könnten, sagte der Sprecher von Präsident Hamid Karzai.

„Wir sollten keine schnellen Ergebnisse erwarten“, so Humayun Hamidsada. Man habe auch darüber verhandelt, dass freies Geleit für Taliban-Führer sichergestellt werden müsste, wenn diese in Gespräche mit internationalen Verbündeten treten wollten. Den Taliban soll ermöglicht werden, sich an Verhandlungen zu beteiligen.

Hamidsada gab keine Namen bekannt, doch Karzai hat bereits mehrfach erklärt, er würde auch persönlich mit Taliban-Führer Mullah Omar ins Gespräch treten und für dessen Sicherheit sorgen. Aufständische, die die afghanische Verfassung anerkennen, sollen wieder in die Gemeinschaft integriert werden. Dadurch entstünde eine echte Chance zur Wiederherstellung des Friedens im Land.

Die US-Regierung gab jedoch bekannt, dass Ideologen wie Mullah Omar, die mit dem Terrornetzwerk El Kaida verbunden sind, nicht rehabilitiert werden könnten. Zuletzt kursierten auch Berichte, in denen angedeutet wurde, dass der einflussreiche Milizführer Gulbuddin Hekmatyar Friedensgespräche mit Vertretern der USA aufgenommen habe.

Taliban-Sprecher Kari Yussif Ahmadi distanzierte sich von der Darstellung des Sprechers von Karzai. Das Gerede über Verhandlungen entspräche nicht der Wahrheit, sondern sei reine Propaganda. Die Taliban seien nicht zu Verhandlungen bereit, solange sich US- und NATO-Truppen im Land befänden, sagte der Sprecher.

Gewalt und Anschläge sind in Afghanistan in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Auch die USA rechnen neuerdings damit, dass der Krieg in dem Land nur gewonnen werden kann, wenn „moderate“ Taliban eingebunden werden und auf weitere Gewalt verzichten.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ORF“, orf.at