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Somalia: Journalisten in ständiger Gefahr

Meldung vom 29.04.2009

In Somalia haben islamistische Milizen drei Rundfunkjournalisten verschleppt, die Radiostation der Stadt Baidoa in ihre Gewalt gebracht und geschlossen. Bei den von der radikalen Shabab-Miliz entführten Personen handelt es sich um den Direktor des Senders Radio Jubba, Muktar Mohammad Atosh, den Chefredakteur Adawe Adan und den Reporter Mohammad Nour Mohammad, wie der somalische Journalistenverband angab.

Die Stadt Baidoa steht unter der Herrschaft der Shabab-Miliz. Sie konnte das durch den Abzug der äthiopischen Interventionstruppen entstandene Machtvakuum nutzen, um die Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen. Die bittere Armut und das allgemeine Chaos bieten den Nährboden für die andauernden Kämpfe und Unruhen.

Die Lage in Somalia hatte sich mit dem vom Westen befürworteten Einmarsch der äthiopischen Armee 2006 massiv verschlechtert; deren rücksichtsloses Vorgehen, wie auch der Einsatz schwerer Waffen in Wohngebieten hatten die Bevölkerung aufgewiegelt. Schätzungsweise eine Million Menschen befinden sich im Land auf der Flucht.

Im Februar war der Leiter des unabhängigen Rundfunksenders HornAfrik, Said Tahlil Ahmad, in Mogadischu auf offener Straße ermordet worden. Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) bezeichnet Somalia als das nach dem Irak gefährlichste Land für Berichterstatter. „Morde, Verhaftungen und Todesdrohungen gegen Journalisten sind gezielte Maßnahmen aller Konfliktparteien, den Fluss von Informationen aus dem Land zu verhindern“, lautet die Einschätzung der derzeitigen Lage in einem RSF-Bericht.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at