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Somalia: Bundesregierung stoppt GSG-9-Einsatz

Meldung vom 04.05.2009

Zur Befreiung des deutschen Frachters Hansa Stavanger aus der Gewalt von Piraten hat sich eine GSG 9 Truppe auf einen Kampfeinsatz vorbereitet. Unter der GSG 9 versteht man eine Eliteeinheit der Bundespolizei, die besonders im Antiterrorkampf ausgebildet ist. Doch die Bundesregierung hat den Kampfeinsatz der GSG 9 im letzten Augenblick wegen zu hoher Risiken für das Leben der 24 Geiseln und der Polizisten abgebrochen.

Die Piraten hatten das Hamburger Containerschiff mit doppelt so vielen Wachen versehen und jede Schiffsbewegung vor der Küste verfolgt. Die GSG 9 soll nun wieder nach Deutschland zurückbeordert werden. Wegen Sicherheitsbedenken hat die Bundesregierung einen Kampfeinsatz der Anti-Terroreinheit GSG-9 zur Befreiung des deutschen Frachters Hansa Stavanger vor Somalia abgebrochen. Laut Medienberichten wurde die Geheimoperation einer 200 Mann starken Spezialeinheit wegen zu hoher Risiken für das Leben der 24 Geiseln und der Polizisten nicht durchgeführt. Die Spezialeinheit sei vom amerikanischen Hubschrauberträger USS Boxer bereits in die Nähe des Frachters geflogen worden, ehe die Operation kurz darauf abgesagt wurde.

Die Entscheidung sei nach einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung getroffen worden. Zuvor habe der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones, dem Einsatz nicht zugestimmt. Für die Rettungsaktion hatte der Krisenstab die US-Regierung um Unterstützung gebeten. Die betroffene Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg sei inzwischen in Kontakt mit den Piraten getreten. Eine Lösegeldsumme von knapp fünf Millionen US-Dollar stehe zur Diskussion. Das Boot würde zurzeit vor Haradere in einem der von Piraten kontrollierten Häfen von Nordsomalia festgehalten.

Die GSG 9 soll sich nun auf dem Rückweg nach Deutschland befinden. Während der dreiwöchigen Planungen der geheimen Operation sei es Medienberichten zufolge mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Ministerien gekommen. Das Auswärtige Amt habe dem Innenministerium den Vorwurf gemacht, die US-Regierung ohne wirkliche Dringlichkeit miteinbezogen zu haben. Außerdem sei das Thema Risikoanalyse nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Der Verteidigungsexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Stinner, gab an, seine Fraktion werde die Bundesregierung dazu auffordern, Klärung in die offensichtlich unterschiedlichen Positionen der einzelnen Ministerien zu bringen. „Dieses Kompetenzgerangel in der Bundesregierung darf nicht weiterhin auf dem Rücken deutscher Geiseln ausgetragen werden.“ Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, spach sich für eine „langfristige Lösung gegen die Überfälle von Piraten“ aus. Der Abbruch der GSG-9-Befreiungsaktion spiegele die „ganze Komplexität des Themas Somalia“ wider, erklärte Freiberg.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de